17.10.2013

Rückblick: 10.09.2012 – Back to Los Angeles

– heute mussten wir Vegas leider schon wieder verlassen – auf solch einer Reise lernt man wirklich das Lebewohl-sagen! aber diese Stadt verlässt man natürlich nur mit vollen Händen!! hihi

– ein letztes Mal fuhren wir den Strip entlang, tankten und sagten „Goodbye Vegas“

– am Ortseingang bzw. für uns ja Ortsausgang stehen Skulpturen aus Metall, die 2-dimensional waren, aber durch das schnelle Fahren auf dem Highway wie echt wirkten; man musste schon zweimal hinsehen, um die verschiedenen Tiere als Abbildungen zu erkennen; hier sehen wir Ziegenböcke:

– nur ein paar Kilometer weiter waren keine Tier-Skulpturen mehr zu sehen; dafür sahen wir jetzt wieder die großen Kakteen, die Josua-Palmlilie bzw. Joshua Tree heißen; sie fielen uns ja schon bei der Fahrt nach Vegas auf; diese Pflanzenart kommt nur hier in der Mojave-Wüste vor

– und damit begann unsere letzte Fahrt durch eine heiße Wüstengegend; es ging zurück nach Los Angeles, wofür man ca. 4 Stunden Fahrzeit einplanen sollte

– es gibt einen direkten Highway von Vegas nach L.A., sodass das reine Fahren nur geradeaus und somit recht langweilig war; die Straße ähnelten der deutschen Autobahn, denn es war eine breite Straße, d.h. viele Spuren, mit vielen Autos und Trucks; und auch das nervige Fahrverhalten manch langsamer Autorfahrer, die meinen, wenn sie nur in der mittleren Fahrspur sind, würden sie dem Verkehrsfluss was gutes tun, trafen wir hier zuhauf… vielleicht waren das ja auch deutsche Touristen?! hihi

– ansonsten genossen wir die Natur – vor allem das Wüstentypische – und kreuzten auch ein paar Hügel oder Berge; es war ein windiger Tag und immer wieder wirbelten einige Sandstürme an uns vorbei

– an der Grenze zwischen Nevada und California gibt es einen Zoll, der mit Warnschildern angekündigt war; wir erwarteten, so wie in Australien, eine Autokontrolle und die Suche nach eingeschlepptem Obst oder so; der Zoll war aber nicht besetzt; wir brausten durch und schwupps waren wir wieder in California 😀

– bereits 100 km vor Los Angeles sahen wir von einem Hügel in der Ferne die Stadt, die sich in einer dicken blauen Smog-Wand versteckte – das war voll krass; wir spürten schon fast den für LA typischen dicken Stadt-Smog

– kaum waren wir in L.A. angekommen und versuchten auf dem 4-spurigen Highway mit etlichen Ausfahrten unseren Weg zu finden, stürmte ein Polizeiauto an uns vorbei, das anschließend nur wenige Meter vor uns Schlangenlinien fuhr… immer schön von der ganz rechten Fahrbahn zur ganz linken und wieder zurück… und dabei bremste er uns immer wieder aus… zuerst dachte ich, was denn dieser Spaß soll und ob der Polizist vielleicht betrunken sei; ganz automatisch verlangsamten wir unseren Cali und hielten Abstand; doch es dauerte nicht lange und unsere Ausfahrt kam und wir bekamen nicht mehr mit, was auf dem Highway noch passierte; erst später am Abend erfuhren wir aus den Nachrichten, dass hier eine Verfolgungsjagd stattgefunden hat; im TV sahen wir Aufnahmen aus einem Helicopter, der einem verrückten Fahrer folgte, der durch die leeren Straßen von Los Angeles fuhr… und warum waren die Straßen leer? weil die Polizei zuvor Schlangenlinien gefahren ist und damit den Verkehr – also uns – ausgebremst hatte! wenn man so was mal erlebt hat, dann weiß man, wie unkreativ die Filmemacher in L.A. eigentlich sind; sie gucken nur aus ihrem Büro und sehen derartige Idioten auf der Straße rumlaufen bzw. -fahren und schreiben das dann genau so in ihre Skripte 😉

– übrigens war es der selbe Abend, an dem wir durch die TV-Nachrichten noch einmal auf das Mäusevirus im Yosemite aufmerksam wurden; uns wurde wieder bewusst, dass die Horrorgeschichten um den Mäusevirus im Nationalpark nicht nur aus der Fantasie des alten betrunken Manns entsprungen war; doch damit waren die Horrornachrichten noch nicht zu Ende; an diesem Abend hörten wir auch von großen Überschwemmungen, von denen Las Vegas heute betroffen war; wie bereits während unserer Reise durch Australien und Neuseeland, so hatten wir auch in den USA das Glück, dass derartige Katastrophen immer vor oder nach unserem Aufenthalt an diesem Ort passieren; wir hatten jedenfalls keine Flash Flood in Vegas gesehen; da war alles super trocken; das muss kurz nach unserer Abfahrt heute Morgen passiert sein… ihr merkt schon, es war ein Abend voller Überraschungen 😉

– doch jetzt fuhren wir erstmal durch Los Angeles und suchten unser Motel; dabei fiel uns die Straße „Van Ness“ auf; erst zu Hause bemerkten wir, dass wir ja auch schon in San Francisco eine Straße mit diesem Namen gesehen hatten; neugierig schauten wir nach, woher die Beliebtheit für diesen Namen kommt: Die Straßen wurden nach James van Ness (1808-72) genannt, der der siebte Bürgermeister von San Francisco war; naja, wir werden wohl dennoch immer eine andere „van-ness-a“ im Kopf haben, wenn wir hier ran zurückdenken 😉

– wir checkten im selben Motel ein, in dem wir vor 3 Wochen schon mit Steff waren; von hier wussten wir, dass ein Parkplatz vor der Tür ist und wie wir alles erreichen können; zuerst bekamen wir ein Raucherzimmer, das wir aber glücklicherweise noch tauschen konnten; ein anderes deutsches Pärchen, das gerade erst in Amerika angekommen war, hatte nicht so viel Glück mit ihrem Zimmer; während wir unsere Sachen ins Zimmer brachten, hörten wir einige unschöne und laute Worte zwischen Gast und Rezeption

– nach der langen Autofahrt fehlte uns jetzt die Bewegung! also liefen wir schleunigst zur Nachbarstraße, dem Walk of Fame, um einen ganz besonderen Stern aufzusuchen; während wir nämlich in den letzten Tagen in Vegas waren, wurde ein neuer Stern verliehen: an Ellen DeGeneres 🙂 im Gegensatz zu den anderen Sternen glänzte ihre Steinplatte noch richtig 😉

– wir ärgerten uns grün und blau, als wir vor ein paar Tagen in unserem Luxus-Hotelzimmer in Vegas saßen und hörten, dass Ellen den Stern verliehen bekommt.. da wären wir wirklich nur zu gerne dabei gewesen! aber hey, wir waren in Vegas; also schoben wir die bösen Gedanken fort und freuten uns über das Hier und Jetzt; und außerdem hatten wir ja immerhin noch heute die Möglichkeit den Stern zu sehen – Yay 🙂

– Ellens Stern befindet sich neben dem von Jennifer Aniston:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– Hoooooooollywood 😀

– die Sonne ging schon langsam unter, als wir nochmal Richtung Hollywood & Highland gingen; wir hatten kein bestimmtes Ziel, liefen einfach drauf los; dabei fiel uns auf, dass heute noch mehr Obdachlose als sonst auf der Straße rumlungerten; vermutlich wegen der späteren Stunde… dennoch ist der Hollywood Boulevard bekannt für seine krassen Gegensätze: Hier treffen sehr reiche und sehr arme Menschen aufeinander

– wir gingen den Hollywood Boulevard entlang und sahen wieder hauptsächlich auf den Boden 😉 was man dort aber auch alles schönes entdecken kann! 😉 zum Beispiel der Ort, wo alles begann.. 😉

Chinese Theatre (15)

… naja, vielleicht nicht wirklich ALLES, aber an dieser Stelle wurde der erste Stern verliehen; ein wenig weiter liefen wir nochmal über den Celine Dion-Stern:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– und fanden auch kaputte Sterne 🙁

– übrigens ist die Stadt super für Alzheimer-Patienten, da man nicht vergessen kann, wo man sich befindet; es gibt einfach soooo viele Hollywood-Schriftzüge, durch die man immer wieder erinnert wird, wo man ist 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– während wir uns wieder dem Dolby Theatre näherten, fielen uns plötzlich die Menschenmassen auf; mh? was ist denn hier los?! gegenüber der „Oscar-Halle“ steht das El Capitan Theatre, wo gerade die Premiere von „Findet Nemo 3D“ stattfand

– neugierig wie wir sind, mischten wir uns unter das Publikum und versuchten irgendwas oder -wen zu sehen 😉 am liebsten natürlich Ellen DeGeneres, die ja den eigentlichen Held des Films, den trotteligen Fisch Dorie, spricht; doch sie kam leider nicht; dafür sahen wir ein paar andere über den roten Teppich laufen und Interviews geben, wie etwa Willem Defoe:

– manch einer kennt ihn vielleicht aus den „Spiderman“-Filmen, wo er einen Bösewicht spielt.. in „Findet Nemo“ leiht er dem Fisch Gill seine Stimme; das ist der Chef der Aquariumfische:

http://www.animaatjes.de/avatare/disney/findet-nemo/Gill.jpg

 

 

 

 

 

 

 

– wir freute uns, dass wir eine Premiere in der Filmstadt Los Angeles miterlebten und das ganze Szenario mal von einer anderen Stelle beobachten konnten; es ist seltsam, dass im Fernsehen immer alles so glamourös aussieht, aber in echt doch ganz anders ist; der rote Teppich war auf dem Bürgersteig ausgerollt und endlose Journalisten quetschten sich eng aneinander; wir konnten beobachten, wie Agenten ihre Schützlinge von einem zum nächsten Kamerateam schoben, manchmal das Interview unterbrachen und andere Redakteure noch nicht mal beachteten; einige Besucher huschten schnellstmöglichst an den Kameras vorbei, wieder andere suhlten sich im Lichte der Kameras; während der Bürgersteg natürlich abgesperrt war, war die Straße für den Autoverkehr frei; es fuhren allerlei fette und laute Brummis am Premierenteppich vorbei, ab und zu hielt ein Bus; das war so laut, dass die Interviews dann immer kurzzeitig unterbrochen wurden und weiter liefen, wenn der böse Brummi wieder weg war; und natürlich kamen auch immer wieder Touri-Busse mit offenem Gedeck vorbei und ergatterten sich dadurch kurzweilig den besten Platz vor dem roten Teppich

– als wir das letzte Mal in L.A. waren, sind wir ja ein wenig achtlos am TCL Chinese Theatre vorbei gelaufen; heute hielten wir aber unsere Augen offen und besuchten den kleinen Vorhof, wo zahlreiche Stars ihre Hand- und/oder Fußabdrücke in Zementsteinen verewigt hatten – kaum zu glauben, dass wir das das letzte Mal nicht gesehen hatten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– den Namen TCL Chinese Theatre trägt das Kino erst seit 2013; TCL ist eine chinesische Elektronikfirma, die sich die Namensrechte gekauft hat; bekannter ist es eher unter den Namen Grauman`s Chinese Theare, wie es seit seiner Erbauung 1918 genannt wurde; der Name geht auf Sid Grauman zurück, der den Bau veranlasste

– es macht Spaß seine eigenen Hände mit anderen zu vergleichen und so machten wir es den vielen anderen Touristen nach und steckten unsere Hände in die Abdrücke

Chinese Theatre (24)

– immer wieder gab es Überraschungen über besonders kleine oder große Hände oder Füße; zum Beispiel hat Johnny Depp Riiiiiesen-Füße! 😉

– die großen Füße von Will Smith wunderten mich allerdings nicht

Chinese Theatre (27)

– ca. 4 Millionen Besucher kommen jährlich in den Vorhof und sehen sich die Abdrücke an; die hohe Besucherzahl überrascht eigentlich nicht, wenn man bedenkt, wo wir uns befindet: Direkt auf dem Hollywood Boulevard, wo es als Attraktions-Nachbarn unter anderem den Walk of Fame und verschiedene Veranstaltungs- bzw. Kinosäle (Dolby Theatre) hat; wenn man also nicht so blind wie wir bei unserem ersten Besuch durch Los Angeles läuft, dann stolpert man quasi über diesen Vorhof 😉

– seit Ende der 1920er Jahre hinterlassen Schauspieler und Künstler ihre Abdrücke und Autogramme hier; ich frag mich, ob es noch alle gibt oder welche ausgetauscht werden?! mittlerweile dürfte es doch Hunderte geben…

– weil der Platz vermutlich wirklich nicht mehr ausreicht, wurden die neueren Abdrücke schon fast auf dem Gehweg vor dem Theater hinterlassen; dazu zählen die der drei Hauptdarsteller aus Harry Potter…

… von Michael Jackson, der von seinen drei Kindern vertreten wurde…

Chinese Theatre (29)

… und auch die Abdrücke der drei Hauptschauspieler aus der Twilight-Saga sind hier:

– einige Frauen hatten scheinbar Stöckelschuhe an, als sie ihre Fußabdrücke verewigen ließen; der Pfennigabsatz sah ziemlich lustig aus, wie etwa hier bei Helen Mirren

Chinese Theatre (31)

– noch einen breiteren Pfennigabsatz trug Hildegard Knef, die sich mit ihrem amerikanischen Künstlernamen Hildegarde Neff verewigen ließ

– der Abdruck von Hildegard Knef ist wie der von Cary Grant von 1951!

Chinese Theatre (35)

– Whoopie Goldberg ließ auch ihr Markenzeichen – ihre langen Dreadlocks – mitsteinigen:

– je später und dunkler es wurde, umso schwieriger war es, Fotos zu machen; deswegen ist das Bild zu den Abdrücken von den Star Wars-Schauspielern (inklusive den Robotern) leider nicht so super geworden:

– auch in der warmen Sommernacht tummeln sich viele Menschen und Superhelden auf dem Hollywood Boulevard rum

– auf unserem Nachhauseweg gingen wir noch durch Zufall am „The Palladium“ vorbei; im Gegensatz zu mir kam Meli der Name gleich bekannt vor; später erfuhr ich, wer sich alles hier schon zu unterschiedlichen Zeiten getroffen hatte: 1940 spielte Frank Sinatra ein Konzert zur Eröffnung des Saals; 1961 nahm John F. Kennedy ein Abendessen zu sich; 1965 erhielt Martin Luther King, Jr. den Friedensnobelpreis; 1973 Stevie Wonder gibt ein Benefiz-Konzert; 2012 Meli und Kati sind da 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– damit ging wieder ein ereignisreicher Tag zu Ende… und morgen? da kommen noch einmal die Warner Brother Studios – Yeah!!!! 🙂

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