19.06.2013

Rückblick: 1.09.2012 – Auf nach Las Vegas – Etappe 1: von San Francisco nach Bishop

hu, was für ein Titel für einen Beitrag 😉

Heute morgen begann der Tag wieder einmal viel zu früh – wir hatten ja auch wieder nicht rechtzeitig ins Bett gefunden, tsts 😉

Nachdem wir uns von Dani und Co verabschiedet hatten, machten wir uns auf in Richtung Las Vegas, yeeeaaahhh. Ich war schon ganz aufgeregt. Wir hatten die Wahl, den kürzeren und schnelleren Weg wieder über LA zu nehmen oder aber noch einmal Richtung Yosemite und ganz nah an Death Valley vorbei zu fahren… die Entscheidung fiel ganz klar auf die Naturstrecke 😉

Es dauerte nicht allzu lange und wir befanden uns wieder iiirgendwo inmitten der Weite des Landes… mit viiiielen anderen

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Während wir so die Straßen entlang fuhren, diskutierten wir kreativ über den Namen unseres neuen Mietwagens… nach dem australischen Kakadu und unserem neuseeländischen Paul tauften wir unser neues Gefährt „Cali Nevada“ 😉 Cali für… na, ihr erratet es bestimmt… *ding, ding, ding* genau: California 😉 Und Nevada gibt dem Auto einen eleganten Klang… passend zu unserer Limousine, einem neuen Ford Focus 😉 Und auch passend, dass wir noch in den Bundesstaat Nevada übersetzen werden.

Die Strecke wird heute ziemlich lang, denn wir hatten eine knapp 9-stündige Tour angedacht, die echt beeindruckend werden sollte 🙂

Je näher wir dem Yosemite Nationalpark kamen, desto waldiger wurde es wieder 🙂

Bishop (21)

Und kurzerhand entschieden wir uns, noch einmal durch den Nationalpark zu fahren, statt drumherum. Wir waren sooo neugierig, wie die andere Strecke durch den Park, die wir letztes Mal ausgelassen hatten, wohl aussehen wird?!

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Am Yosemite angekommen, kauften wir noch einmal eine Eintrittskarte. Denn ob man nur durchfahren oder 2 Wochen bleiben will, war egal – ein Ticket musste her. Und hätten wir drei Frauen ein bisschen mehr Ordnung im Steff-Mobil gehalten, dann hätten wir vorher das alte Ticket rauskramen und heute benutzen können… aber das andere Ticket war in den Tiefen des Steff-Mobils verschwunden 😉

Naja, so gab es ein neues Ticket und eine neue Infobroschüre und… was wir erst spääääter, wenn wir zurück in LA sind, erfahren werden, eine Warnungs-Broschüre vor einem tödlichen Mäusevirus, das vor 2 Wochen ausgebrochen ist und woran bereits ein paar Menschen gestorben sind… das klingt nicht nur dramatisch, sondern das ist es auch! Wir packten aber unsere Park-News und -Warnings erst einmal auf die Rückbank des Autos und werden uns später am Grand Canyon das erste Mal über Gruselgeschichten vom Yosemite-Mäusevirus eines älteren Herren wundern, um dann in LA zu erfahren, dass all die Geschichten wahr sind… joar, wir wissen in diesem Moment, hier am Eingang des Yosemite noch nichts davon, uns gehts im Moment gut und wir befahren in heller Freude einen neuen Teil des Yosemites, yeeeaaah 🙂 Und seht mal, wie fantastisch es hier aussieht!

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Bei einem kurzen Stop (amerikanische Aussprache!) am Infocenter, um den richtigen Weg durch den Park zu erfahren, zeigte ein Schild, wie heeeeiiiiß es heute war. Wir waren soooo glücklich, dass wir jetzt nicht nur eine geräumige Luxuslimousine hatten, sondern vor allem eine funktionierende Klimaanlage, yeaah 🙂 (Das soll natürlich keineswegs das Steff-Mobil schlecht machen, denn das hatte seinen einzigartigen Charakter, der das Reisen noch spannender macht, und den wir nicht missen wollen) aber ein wenig Luxus ist natürlich auch toll 😉

Und weiter ging die Fahrt. Schon nach kurzer Zeit waren wir vollkommen überrascht: Hier sah es ganz anders aus als in der Parkgegend, in der wir uns letztes Mal herumgetrieben hatten! Statt der großen Bäume und der engen und hohen Felswände, gab es hier weite felsige Landschaften…

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… und dann wieder dichte Nadelwälder… Wahnsinn, sag ich euch!

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Ok, auf dem oberen Bild ist jetzt nicht wirklich ein dichter Wald zu sehen… aber wir sind durch tolle Wälder gefahren… nur ohne schöne Fotos zu machen… hm, komisch, denn eigentlich hielten wir alle 5 Minuten an, staunten und knipsten. Die Landschaft war einfach atemberaubend.

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Gerne hätten wir hier irgendwo übernachtet, aber der Park war immer noch vollkommen ausgebucht.

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Auf dem unteren Bild erkennt man super die Hitze, die hier im Landesinneren wieder herrschte. Erinnert ihr euch? Gestern bin ich in meiner kurzen Hose in San Francisco halb erfroren… hier stehen wir nun in den gleichen Sachen und es ist so heeeeeeeeeeiiißßßß *stöhn* Das war aber erstmal gar nicht so schlimm, denn die Aussicht war einfach… ach, seht einfach selbst 🙂

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Hier mal der Blick hinter uns (rechts unser Cali 🙂 ) …

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… links auf dem unteren Bild sieht man gut die Straße, die so winzig in dieser weiten Felslandschaft wirkt…

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… wir schlengelten uns weiter über den Asphalt…

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… und bald entdeckten wir einen leuchtenden See… toooooll 🙂

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Am Tenaya Lake mussten wir natürlich eine Pause machen 😉 Woher wir den Namen noch wissen? Weils hier steht 😉

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Das Wasser war strahlend blau, wie auch der Himmel, und die Felsen lagen still drumherum.

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Wir sind sofort zum Wasser und haben uns ein bisschen abgekühlt – Füße und so 🙂

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Um uns herum lag die Wahnsinnsnatur und ein paar Dutzend Touris kreischten eben touri-typisch laut umher… aha, hier waren die also alle… denn die Fahrt zum See war doch recht einsam verlaufen, und es hieß doch, dass der Park ausgebucht sei.

Bishop (16)

Wie gern wären wir noch viiiel länger hier geblieben, aber so ganz durften wir die Zeit heute nicht vergessen, denn der nächste Ort zum Campen lag noch weeeeit entfernt…

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Unsere Fahrt führte uns in den nächsten 2 Stunden durch verschiedene Abschnitte: Mal durch felsige Landschaft…

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… vorbei an Wiesen und Wäldern…

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… wieder ein See…

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Und während wir so fuhren, bemerkten wir erst gar nicht, in welchen Höhen wir uns mittlerweile befanden…

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… von dieser Brücke sahen wir dann aber, dass wir ganz schön weit oben waren…

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… und schwupps, begann die Bergabfahrt…

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… und es ging: Kurve nach links, Kurve nach rechts, Kurve nach links… keine Leitplanken… und hm, ganz wie im Tasmanien-Style: nah am Rand der Felswand entlang, hihi. Mittlerweile trafen sich auch alle möglichen Leute hier und es ging nur noch relativ langsam voran…

 

 

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… Kurve nach links und rechts und… 😉

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… felsiges Gestein, staubiger Sand, beladene Touri-Autos. Wollten die auch alle nach Las Vegas? Vielleicht wollten einige auch nach Salt Lake City? Die Stadt liegt wie auch Las Vegas noch hunderte Kilometer entfernt von hier, aber das sind die einzigen größeren Städte in der „Nähe“ 😉

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… dann wurde es flacher… puhhh 🙂 und plötzlich auch viel wüstenhafter…

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… und passend zur „Wüste“ waren auch irgendwie plötzlich alle Autos verschwunden… wir tüdelten so gut wie alleine die Straße im Nirgendwo entlang…

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… juhu, und schon bald erinnerte hier einiges an Australien: die Weite, das stundenlange Fahren und natürlich die menschenleere Umgebung 😉 Wir verspürten wieder das tolle Gefühl von Freiheit – einfach stundenlang fahren und alles auf sich zukommen lassen… man sieht vor sich nur das weite Land und die laaaaaaaaaange Straße, die erst im weit entfernten Horizont verschwindet … einfach toll!

Bishop (34)

Je weiter wir ins Landesinnere fuhren, desto wolkenloser wurde der Himmel… hier haben wir noch eine der letzten Exemplare fotografiert 😉

Bishop (35)

… und dann da! Wir waren auf einmal, ganz plötzlich, ohne Vorwarnung wieder ganz in Australien, hihi. Es war heeeiß, die Straße leer und weeeeit und mittendrin steht eine alte verlassene Wellpapphütte… ein tolles Australien-Feeling 🙂

Bishop (36)

Die nächsten Stunden Fahrt verbrachten wir hauptsächlich mit Musikhören und dem Blick aus dem Autofenster… von euch wird sich jetzt bestimmt kaum einer wundern, dass jetzt dieser Satz folgt: Gute Musik ist bei solchen Fahrten sehr wichtig 🙂 Und wir hatten natürlich vorgesorgt und für jede Umgebung das Passende dabei, hihi.

Bishop (37)

Auf dem oberen Bild ist übrigens ein Schild zu sehen, dass einen National Forest ankündigt… naja, unter Waldgebiet verstehen wir irgendwie was anderes… mehr Wald zum Beispiel, hihi.

Wir fuhren weite Strecken über gerade Straßen, endlose Landschaften, kurzzeitig mal durch ein kleines Gebirge, ein Stück Wald und dann wieder Wüste… ziemlich beeindruckend diese Vielfalt… es wurde nie langweilig 🙂

Bishop (43)

Erst als wir uns in der Nähe des kleinen Ortes Bishop befanden, unser heutiges Tagesziel, erkannten wir, dass der Ort oder das kleine Städtchen… what ever… mitten in einem Tal lag… zunächst mussten wir noch einmal durch einen kleinen Gebirgszug…

Bishop (44)

… also genau da durch, was da vor uns liegt…

Bishop (38)

… und nachdem wir dieses relativ hügelige, gar gebirgige Gebiet durchfahren hatten…

Bishop (42)

… konnten wir einen guten Blick in das Tal werfen… dort unten sollte sich dann auch irgendwo Bishop befinden, der Stadt im Irgendwo zwischen Bergen und Wüste… das sah von „oben“ ziemlich beeindruckend aus. Als wir unten im Tal ankamen, war es vor uns nur noch weeeeeeeeeeeeiiiiit und flach

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… rund herum sah man dann die Gebirgskette, die das Tal umrandete… man fühlte sich wie in einem Kessel. Und trotzdem war es hier sehr idyllisch.

Bishop (45)

Natürlich – wer hätte das gedacht – mussten wir unterwegs auch mal tanken. Das ist hier in Amerika ziemlich lustig, denn man muss vorher bezahlen… man überlegt, wieviel man braucht, bezahlt und dann tankt man… in der Regel läuft das über die Kreditkarte, die man in die Tanksäule steckt und fertig. Hat man aber Bargeld – so wie wir – dann rennt man erst in den Shop, bezahlt, rennt wieder raus, tankt und rennt dann wieder rein, um nochmal Geld zu bezahlen, weil mehr als gedacht in den Tank passt, oder weil man sein Wechselgeld holt. Vorher hatten wir bequem Steffis Kreditkarte genutzt, ab jetzt hieß es aber: An die Tankstelle, fertig, losrennen!

Unser erster Tank-Stop ohne Steff war ziemlich lustig für uns und verwirrend für den Tankstellenwart. Wie aus Australien gewohnt, passte seeehr viel Sprit in eine so große Limousine, also gab ich dem Mann $120… der guckte doppelt verwirrt: Wieso gibt die mir so viel Geld? Und ist der $100-Schein echt? Er guckte und guckte und … joar… dann durften wir tanken. Und dann? Tja, nach $36 war der Tank voll… öhöhm 😉 Joar, doch nicht so groß der Tank… und der Sprit ist auch nicht so teuer wie in Australien 😉 hihi… nun konnten wir aber endlich weiterfahren, yeeeaaahhh.

Bishop (26)

In Bishop angekommen – es war bereits Abend – waren wir erst einmal verwirrt. Wir hatten von Steffi eine alte Camping-Map bekommen, die verschiedene Camping-Spots zeigte. Und dieser Karte nach sollten hier so einige Plätze sein… aber irgendwie sah es hier so wüstenhaft aus… und so gar nicht nach Campingplätzen… nach einer Weile fanden wir dann doch einen Platz. Hier durften wir aber nicht bleiben – self contained only – also nur für dicke Brummi-Camper mit eigenen facilities… also den ganzen Luxuskram wie eigenes WC, Dusche und so 😉 Wir mussten leider weiter fahren…

DA! Da sahen wir ein kleines Holzschild „Camping“ mit Pfeil… wir folgten dem Schild und schon bald hielten wir an einem kleinen versteckten Camping-Spot an und klingelten an der Rezeptionstür. Eine Omi kam angelaufen und ließ uns einchecken. Super günstig und luxuriös: Wir bekamen einen süßen kleinen Fleck Rasen mit Tisch und Bank, direkt an einem Bach! Die Inhaber hier waren auch voll lieb. Sie kamen später noch einmal vorbei und fragten, ob wir zufrieden wären oder ob noch irgendwas fehlen würde… wir quatschten dann eine gaaaanze Weile mit dem älteren Paar, bevor sie zu einem in der Nähe gelegenen Fest tingelten und später torkelnd in der Nacht wiederkamen, hihi.

Bishop (46)

Hier hatten wir also unser Zelt aufgeschlagen. Wir hatten sogar Duschen UND Internet inklusive. Und das alles zu einem suuuuper Preis von $15 🙂 Bisher hatten wir in den USA immer das Dreifache bezahlt und da war weder Internet noch Duschen dabei 😉

Nachdem das Zelt aufgebaut war, haben wir erst mal was zu essen gemacht: die Reste des Asiakrams von gestern. Und weil es zu wenig war, gab es leckere Dosen-…*Trommelwirbel*… nein, nicht Dosen-Tomaten, sondern Dosen-Bohnen 😉 Und die schmeckten wirklich, Kati erinnert sich noch sehr gut daran. Wir haben alles in unserem Mini-Camping-Töpfchen aufgewärmt und unser Abendmahl neben unserem Zelt genossen 🙂

Bishop (47)

Schneller als uns lieb war, kam die Dunkelheit… und damit die Käääälllllllttttteeee…

Typisch Wüste! Am Tag brennend heiß, in der Nacht bitterkalt… das kannten wir ja auch schon aus Australien… angenehm war es aber nicht! Wir lagen in unserem feuchten Zelt unter einem Schlafsack, den wir für uns beide hatten… neben dem Bach… und froren die ganze Nacht – boah, war das kalt!

Am nächsten Morgen – noch vor Sonnenaufgang – nahm ich dann eine heeeeiße Dusche… was sich als total verrückt herausstellte, denn als ich aus dem Duschraum-Gebäude rauskam, war die Sonne aufgegangen und wir hatten schon mehr als 30°C! Ist das zu glauben? Eben hab ich noch gefroren wie verrückt und im nächsten Moment schwitze ich schon wieder meine ganzen Sachen voll… pfff, die Wüste ist schon eigenartig 😉

Was wir heute noch alles sehen werden? Kakteen, Uluru-Felsen, Wildtiere und natürlich Veeegaaas! Es wird auf jeden Fall spannend, denn wir begegnen heute unserem ersten Wirbelsturm mit großem Respekt, fahren über die Grenzen des Death Valley und verlieren uns in der Area 51…huuuuuu 🙂 – Aber das erzählen wir wie immer erst beim nächsten Mal 🙂

Liebe Grüße

Kommentare

Schoener Artikel!!! Danke!
Ist toll zu lesen, was ich so angestellt habt nachdem ich mich wieder auf meine Heimreise gemacht habe und ein Date mit Gavin hatte 🙂
Freu mich auf mehr!!

stimmt 🙂 gavin! 😉

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