21.08.2013

Rückblick: 4.09.2012 – Dealer, Vulkanausbruch und Titanic-Nebel in Las Vegas

Heute startete ein weiterer Tag in Vegas, yeeeaaahhh.

Ein Treffen mit einem Dealer, Vulkanausbrüche in der Nähe von Venedig und der Nebel zur Titanic – so könnte man unseren heutigen Tag in Vegas beschreiben 😉 Beginnen wir aber wie gewohnt am Anfang:

Zunächst hieß es ausschlafen 😉 Nach unserem kurzen und unausgewogenen Schoki-Toast-Frühstück gings wieder ins Netz. Die halbe Nacht hatte ich nach einer Unterkunft in New York gesucht und am Ende verzweifelt an unser Reisebüro des Vertrauens in FFM geschrieben. Die hatten heute Morgen auch schon geantwortet und einen einzigen Vorchlag für uns, denn alles andere (Bezahlbare) war ausgebucht. Ich besuchte die offizielle Homepage des Hostels und da fand ich das Angebot dann auch und buchte uns eine Unterkunft. Puuuh, was für ein Glück, wir sitzen in New York nicht auf der Straße. Wir waren eeeecht erleichtert 🙂

Nun sollte es aber endlich weiter auf Vegas-Erkundung gehen. Heute Nachmittag wollten wir die zweite Hälfte des berühmten Vegas-Strip erkunden, aber am Vormittag sollte es zunächst ins Casino direkt an die Spieltische gehen: Wir lernten, wie man spielt 🙂

Wir trafen uns gegen 11 Uhr an einem Pokertisch mit einem Dealer vom Hotel. (Das Bild zeigt einen Roulette-Tisch, nicht verwechseln 😉 ) Der Dealer, also der Spielleiter an den Tischen, sollte uns und 4 weiteren Gästen beibringen, wie man Black Jack, Craps und Roulette spielt. Zunächst erklärte er uns die Zeichen der Dealer  – wann darf nicht mehr gesetzt werden, wann habe ich gewonnen etc… hier gab es überall recht strenge Benimm-Regeln… die wir heute Abend aber aus Versehen auch noch brechen werden 😉

Und dann fingen wir mit Craps an: Das ist das Spiel, bei dem man zwei Würfel wirft! Erstmal lernten wir, wie die Würfel aufgenommen und wie sie geworfen werden – das musste man wirklich erstmal lernen, denn es gibt da schon voll die Regeln: Die Würfel dürfen nur mit 2-3 Fingern aufgenommen werden, nicht mit der ganzen Hand. Verdeckt man irgendwie die Würfel, tauscht der Dealer die Würfel sofort aus – so wird vermieden, dass ein Spieler die Würfel zum Beispiel heimlich austauscht oder so. Dann wirft man die Würfel gegen die Bande des Tisches, damit die schön durch die Gegend springen… aber nicht zu doll, sonst fliegen sie vom Tisch und durchs Casino 😉 und nicht zu lasch, sonst kullern die Würfel in die Bande und das sieht irgendwie ziemlich kläglich aus 😉 Jut, und wenn man das kann, setzt man auf irgendwelche Zahlen. Wirft man eine 7 oder 11, hat man sofort gewonnen. Kommt eine 2, 3 oder 12 raus, hat man sofort verloren. Bei allen anderen Zahlen wird irgendwie weiter gespielt… von hier an hab ich das Regelwirrwarr nicht mehr nachvollziehen können. Ich hab aber verstanden, dass man bei diesem Spiel am meisten und am schnellsten Geld machen und wahrscheinlicher und schneller verlieren kann. Unser Dealer betonte immer wieder, dass wir hierbei mit Taktik und einem guten Würfelgespür reich werden könnten… hm… dazu hätten wir aber die Regeln verstehen müssen 😉

Weiter gings zum Kartenspiel Black Jack: Das ist sowas wie 17 & 4… man bekommt nach und nach Karten und wenn man insgesamt 21 Punkte zählt, hat man gewonnen. Ein einfaches Spiel, aber unser Dealer betonte: Hier gewinnt eigentlich IMMER die Bank! 😉

Jut, dann auf zum Roulette… yeeaah. Das Spiel war mir klar verständlich: Man setzt auf eine Zahl oder eine Farbe, eine Kugel wird in ein Rondell geworfen und kullert in eine Niesche einer bestimmten Farbe und Zahl – man liegt richtig und gewinnt oder tippt falsch und verliert. Einfache Regeln 🙂 Unser Dealer meinte hier: Das ist ein doofes Spiel, denn hier kann man gar nicht viel mit Taktik arbeiten, hier entscheidet einfach nur das Glück. Japp, und genau deshalb ist DAS mein Spiel, denn hier kann mich die Bank eigentlich nicht betrügen 😉

Nach einer Stunde Karten, Würfel und Kugel-Regeln rauchte uns der Kopf. Aber nun kannten wir die Vorgehensweisen und waren bestens vorbereitet. Spielen wollten wir aber erst heute Abend, denn dann waren die Tische in den Casinos voll belegt und das Flair „angeregter“ hihi.

Nach einer kurzen Pause gings nun wieder auf den Vegas Strip. Heute wollten wir aber von der „anderen“ Seite starten. Hierzu hatten wir uns ein Busticket für den Tag geholt – denn in Vegas kann man auch gut mit einem Shuttle-Bus durch die Gegend düsen, wenn man lauffaul ist… zunächst gings zur Bushaltestelle vor dem Mandalay Bay…

Las Vegas 3 (1)

Lauffaule kommen hier überall auch voll auf ihre Kosten, neben Shuttle-Zügen, -bussen, Taxen und Limousinen, gab es auch ganz oft Laufbänder zum durch die Hotels fahren, hihi.

Las Vegas 3 (2)

Vom Mandalay Bay aus, das direkt neben unserem Hotel lag, hatten wir wieder einen tollen Blick auf unsere Luxor-Pyramide – die übrigens nach dem Vorbild der Cheops-Pyramide gebaut wurde. Und unser Hotel ist nur 35m kleiner als das Original und damit immer noch stolze 110 Meter hoch 🙂

Draußen neben der Bushaltestelle…

Las Vegas 3 (3)

… warteten schon wieder einige Limousinen, toll 🙂

Und dann gings auf zur Fremont Street. Das ist der ursprüngliche Vegas-Strip, hier fing quasi vor vielen Jahren alles an 😉 Glücklicherweise stiegen wir an einer der ersten Haltestellen ein, denn knapp 3 Halte-Stops weiter war kein Ein- und kein Aussteigen mehr möglich – der Bus war vollkommen überfüllt… tststs 😉 Da sich die Straße genau am anderen Ende von Vegas als unser Hotel befindet, kurvten wir mit dem Bus einmal über den kompletten Strip. Das war toll 🙂 Fotos konnten wir aber nicht machen, denn die Scheiben waren so lustig Sonnenschutz-gesprenkelt und meine Cam hat immer nur die Punkte an der Scheibe erkannt 😉

An der Fremont Street ausgestiegen, ging das Knipsen aber auch sofort wieder los, hihi.

Las Vegas 3 (4)

Die Fremont Street war lange Zeit das Zentrum der Vergnügungsindustrie in Vegas. Mit dem Bau der Megaresorts (Beginn der 90er) verlagerte sich das touristische Interesse dann aber hin zum Strip. Und das war ein Glück, denn irgendwie war die Straße hier nicht so beeindruckend. Wir liefen hier durch eine Straße voller Billig-Souvenir-Shops und Snack-Ständen…

Laut Vegas-Plan, befand sich hier das „Fremont Street Experience“… Es dauerte nicht lange und wir wussten, was das war…

Las Vegas 3 (5)
… eine Seilbahn, die oben über der Straße langführte. Ich muss sagen, dass wir irgendwie was voll Riiesiges und Einmaliges erwartet hatten – im Vegas Style eben… hm, aber eine Seilbahn? Die schien im Vergleich zu den Erlebnis-Resorts und den Achterbahn- und Fontänen-Shows laaangweilig 😉 Da die Straße unserer Meinung nach nicht viel zu bieten hatte, düsten wir mit dem Shuttle wieder auf den Strip. Durch Zufall (wir hatten keinen Plan, wann der Bus wo hielt) stiegen wir direkt vor dem Caesars Palace aus 🙂

Las Vegas 3 (6)

Vom Caesars Palace aus kamen wir wieder direkt ins benachtbarte Bellagio…

Las Vegas 3 (7)

… und fanden uns dann in iiiiiirgendeinem Mc Donalds auf dem Strip – nach unserem Frühstück hatten wir den ganzen Tag nix gegessen, mittlerweile war es aber schon wieder halb 6 Uhr abends und wir hatten Hunger. Ich würde sagen, dass diese McD.-Filiale meine Lieblings-Filiale war, denn hier ragte über dem Tresen ein riesiges Bild von Celine Dion 😉

Las Vegas 3 (8)

Nach unserer Stärkung in Form von Eis gings weiter – Richtung Caesars Palace bzw. weiter zu den Resorts, die wir noch nicht erkundet hatten – schließlich fehlten noch Venedig, Paris, das Mirage mit Vulkan, Treasure Island und und und…

Las Vegas 3 (9)

Weit kamen wir aber erst einmal nicht. Auf der Straße draußen standen auch immer mal wieder einarmige Banditen… und einer der Spielautomaten hatte sofort unsere Aufmerksamkeit bekommen – hier konnte man kostenlos spielen… und das taten wir. Knopf drücken und warten, Knopf drücken und warten und piep piep, hatten wir zwei $50 Gutscheine gewonnen, um in einem der Casinos an den Banditen zu spielen, yeeeaaahhh  🙂 Wir steckten die Gutscheine ein und tingelten erstmal weiter: Im Casino spielen kann man ja auch, wenns draußen dunkel is 😉

Nach einem 5-Minuten-Fußweg kamen wir zum Venetian Resort Hotel – ganz im Stil von Venedig 🙂 Das sah ziemlich beeindruckend aus und total idyllisch. Hier hatte man Rialtobrücke, Markusplatz, den Campanile, venezianische Kanäle inklusive Gondeln und singenden Gondolieri aufgebaut…

Las Vegas 3 (10)

Das war echt toll!

Las Vegas 3 (11)

Drinnen sah es ziemlich pompös aus…

Las Vegas 3 (12)

Kunst und Malerei, Gemälde, Landschaftsbilder und und und überall… es war wie in einem Museum 🙂

Las Vegas 3 (13)

Dann kamen wir durch einen Flur, in dem rechts und links Badewannen standen… hm, also wenn ich romantisch oder entspannt ein Rosenbad nehmen möchte, dann eigentlich nicht mitten auf einem Gang in der Touristenmasse… 😉
Nachdem wir drinnen alles erkundet hatten…

Las Vegas 3 (14)

… gings wieder nach draußen. Durch weitere Straßen von Venedig…

Las Vegas 3 (15)

… kamen wir nach Treasure Island:

Las Vegas 3 (16)

Das Hotel ist von Wasser umrandet und wurde durch gefährlich-romantische Seefahrer-Abenteuer in der Karibik inspiriert 🙂

Las Vegas 3 (17)

Jeden Abend findet hier mehrmals eine Wasser-Piraten-Show statt. Aber auch ohne herumschießende Piraten wirkte es hier an mancher Stelle ziemloch gruselig…

Las Vegas 3 (18)

Las Vegas 3 (19)

Auch drinnen wurde man sofort in die Piratenzeit entführt und hinter jeder Ecke vermutete ich einen Schatz 😉

Las Vegas 3 (20)

Einen Schatz fanden wir nicht, nur verdammt teure Souvenir-Shops, pfff. Also wieder nach draußen. Wir kamen an einer Statue der weißen Tiger mit Siegfried & Roy vorbei…

Las Vegas 3 (21)

… und landeten am Mirage – das ist das erste riesige Erlebnis Resort, das in Vegas gebaut wurde.

Las Vegas 3 (22)

So langsam dämmerte es schon. Und mit Einbruch der Dämmerung findet hier alle Stunde bis 24 Uhr ein künstlicher Vulkanausbruch statt…

Las Vegas 3 (23)

… durch Zufall kamen wir auch in genau diesem Moment am Mirage vorbei 🙂

IMG_1914

Überall um uns herum rumpelte und donnerte es, wir sahen Feuerfontänen, es blitzte und sprühte überall…

… auch das war eine tolle Show 🙂 Und nach einer Weile wurde der Vulkan „nur noch“ nett angeleuchtet und die Show war vorbei.

Las Vegas 3 (24)

Für uns gings nun aber erst richtig los. Wir setzten unsere $50 Gutscheine ein und spielten an den einarmigen Banditen…

… so total spannend war das aber nicht, weil man eigentlich nur da sitzt und einen Knopf drückt. Das macht man alle 30 Sekunden und insgesamt 200 Mal… nach 20 Minuten hatten wir beide unsere je $50 verspielt und nix gewonnen 🙁

In welchem Casino genau wir spielten, wussten wir beide am Abend schon nicht mehr. Es war ein Casino iiirgendwo bei Venedig, Planet Hollywood, Bellagio… hihi. Wir tingelten dann jedenfalls wieder nach draußen und knipsten alles, was uns so über den Weg lief 🙂

Las Vegas 3 (25)

Neben der vielen Limousinen, die heute Nacht wieder unterwegs waren, knipsten wir auch wieder Bars und Hotels…

Las Vegas 3 (26)

… auf dem Bild oben stehen wir vor Treasure Island (wo die Vulkan-Show war) und knipsen auf die gegenüberliegende Seite, wo sich Venedig und das Casino Royale befinden 🙂

Dann gings wieder vorbei an Caesars Palace…

Las Vegas 3 (27)

… der immer anders aussieht, wann immer man daran vorbeikommt – so kam es uns vor  🙂

Las Vegas 3 (28)

Caesars Palace hatte überall Wasserbecken mit kleinen Fontänen – das sah vor allem abends wunderschön aus.

Und schwupps, waren wir wieder am Bellagio und erlebten eine tolle Fontänen-Show.

Las Vegas 3 (29)

Und noch eine Show und noch eine… ich war total begeistert und hab Katis Nerven ziemlich strapaziert, denn nach 3 Shows hatte sie genug und ich wollte immer noch eine weitere sehen…

Las Vegas 3 (30)

Show Nummer 4 heute Abend war zum Titanic-Titel „My heart will go on“ und alles wurde in dicken Nebel getaucht, das sah fantastisch aus 🙂

Las Vegas 3 (31)

Nun hatte Kati aber wirklich genug und schubste mich in den nächsten Shuttle-Bus, der uns zu unserem Hotel brachte (1,5 km entfernt, aber zuuuu weit zum Laufen 😉 )

Las Vegas 3 (32)

Das tolle Hotel wirkte auch bei Nacht wieder so großartig, dass wir gleich nochmal versuchten, alles mit der Cam festzuhalten… sieht doch grandios aus, oder?!

Las Vegas 3 (33)

Dann gings an eine Hotel-Bar. Heute war unser letzter Abend in Vegas und wir hatten noch Getränke-Gutscheine für die Bar.

Las Vegas 3 (34)

Hier zischten wir dann einen Cocktail und machten uns auf ins Casino – jetzt sollte der Roulette-Tisch unsicher gemacht werden 🙂 Mindesteinsatz war heute $10 – das heißt, man muss bei jeder Runde mindestens $10 einsetzen, um mitzuspielen. Wir besorgten uns 2 $10-Chips und setzten uns an einen Tisch…

Las Vegas 3 (35)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kati wollte ein Foto machen, aber das ist natürlich nicht erlaubt – strenge Sicherheitsregeln, ihr wisst schon 😉 Wir legten unseren $10-Einsatz auf rot und die Kugel rollte und nach 20 Sekunden sprang sie auf schwarz. Katschiiiing, waren die ersten Kröten flöten 😉 Wenn das bei unserem zweiten Einsatz auch so ist, dann haben wir insgesamt 2 Minuten gespielt… ein kurzs und teures Spielvergnügen wäre das gewesen. Aber das Glück kam und ging. Wir gewannen die nächste Runde, verloren die übernächste und gewannen wieder. Das war echt ein aufregendes Hin und Her 🙂 Ich hatte richtig Spaß und die Leute an unserem Tisch waren auch voll cool – ein paar Asiaten saßen bei uns und wir hatten uns immer angeschaut und überlegt, wer das bessere Gespür hatte und orientierten uns auch öfter mal am Einsatz des anderen 😉 Ich geriet in einen richtigen Rausch 🙂 Manchmal ermahnte uns die Dealerin am Tisch, dass wir ihre Zeichen nicht missachten sollen – wenn sie sagt, kein Einsatz mehr, dann darf man seine Chips eben auch nicht mehr verschieben… und wenn das kleine komische Metallteil, das sie ab und zu auf den Tisch stellte, auf dem Kopf stand, dann mussten wir auch warten… hihi. Die Asiaten hatten das aber auch noch nicht so ganz drauf. Glücklicherweise war die Dealerin sehr nett und nahm unsere Fehler recht gelassen 🙂

Nachdem $20 gewonnen waren (also gerade $40 vor mir lagen) sprach mein Gewissen über die linke Schulter: „Du hast deinen Einsatz jetzt verdoppelt! Das ist doch echt gut und eine gute Gelegenheit, jetzt aufzuhören und dir das Geld von der Bank abzuholen, oder?!“ Hm, Kati hatte wohl recht. Und der Dealer, der uns heute Vormittag die Spielregeln erklärt hatte, hatte bestimmt 2000 Mal gesagt: Hört rechtzeitig auf. Wenn ihr was gewonnen habt, geht zum Cashier! Die Million vor euch ist schneller wieder weg, als ihr denkt. Jap, also gings zur Bank…

Las Vegas 3 (36)

… und wir freuten uns über 2 gewonnene Camping-Übernachtungen am Grand Canyon – wo unser Gewinn sofort eingesetzt werden sollte 😉

Irgendwie war ich noch hellwach, aber die Nacht war schon fast vorbei und uns erwartet morgen ein früher Check Out und eine laaange Fahrt zum Canyon. Daher hieß es nun leider: Ab ins Bett.

Morgen werden wir auch wieder einen erlebnisreichen Tag haben. Von unserem ausgeraubten Auto, der laaaangen Fahrt und dem röhrenden 14-Hörner-Monstrum erzählen wir dann aber erst nächstes Mal 🙂

Liebe Grüße

Hinterlasse einen Kommentar

Dein Kommentar:

Kategorien