26.05.2014

Rückblick: 17.09.2012 – II – Grand Central Terminal in New York

– wir stehen irgendwo in Manhattan – die Stadtkarte in der Hand; riesige Gebäude um uns herum; unser Ziel: Grand Central Station! wo wir uns gerade befanden? keine Ahnung! also hieß es wie so oft auf unserer Reise: Einfach mal loslaufen; und nachdem uns das viele Gedrängel, Gewarte und die grimmigen Frauen heute schon geärgert hatten, tat ein Fußmarsch gar nicht mal so schlecht 😉

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– langsam näherten wir uns dem Chrysler Building – das ist das Gebäude, dass auf dem oberem Foto diese einzigartige Kuppel hat; im New Yorker Stadtbild ist dieses Haus nicht zu übersehen; vor allem nachts, wenn es wunderschön beleuchtet wird; als es 1930 fertig gestellt wurde, galt es mit einer Höhe von 319 Meter als das höchste Gebäude der Welt; doch es dauerte nicht lange und das Empire State Building überholte dieses prachtvolle Haus mit 62 Meter; heute ist das Chrysler Building das vierthöchste Gebäude in New York City und das achthöchste weltweit … lustig, dass von dieser Perspektive der benachtbarte Wolkenkratzer, von dem ich übrigens grad nichts weiß, soooo viel höher aussieht; aber ich kann euch versichern, dass das nur eine Täuschung ist 😉

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– auf unserem Weg suchten wir noch nach einer Poststelle, um Steffi endlich ihr Navi zurückzusenden, das sie uns freundlicherweise geliehen hatte; als wir endlich eine Post gefunden hatten und drin waren, sah es irgendwie ganz anders als eine deutsche Post aus; während bei uns heute die meisten Poststellen nur noch eine kleine Ecke in einem Schreibwarenladen einnehmen, war diese Postfiliale hier sehr groß und hatte sooo viel Platz; man musste richtig suchen, um einen Schalter zu finden; also irrten wir erst mal ein wenig ziellos umher; aber wir sind nicht ein Jahr in der Welt herum gereist, um uns dann an einer simplen Poststelle nicht zurechtzufinden 😉

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– als das erledigt war und wir uns weiter auf den Weg zum Grand Central Terminal machten, kreuzten wir irgendwann den Sockel des Chrysler Buildings, ein absoluter Hingucker! da hat sich der Architekt Wiliam Van Alen was wirklich schönes einfallen lassen! das Gebäude wurde in nur zwei Jahren Bauzeit fertig gestellt: von 1928 bis 1930 – wie kurz für einen Wolkenkratzer, der wie gesagt damals der höchste der Welt war, huh?! nicht nur wir finden das Chrysler Building toll, sondern auch viele Architekten; deshalb gibt es heute ein paar Gebäude auf der Welt, die ganz offensichtlich das Chrysler Building zum Vorbild haben (Bsp. Al Kazim Towers in Dubai)
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– jetzt waren wir nur noch ein paar Straßen entfernt und …

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… dort ging es dann die Stufen hinab, die in die unterirdischen Gänge des bekannten Grand Central Terminals führen 🙂 wie man auf dem Foto sehen kann, liefen wir einen großen Tunnelgang mit vielen Geschäften entlang; hier war es erstaunlich sauber!

IMG_3947– aber viel, viel spannender war die Vorhalle! ich freute mich schon sehr auf diesen so häufig abgebildeten Raum, der einfach total imposant ist; irgendwo las ich die Bezeichnung „gigantische Eisenbahn-Kathedrale“, was absolut passend ist! und das i-Tüpfelchen war die Decke, auf der der Sternenhimmel aufgemalt war

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– hier verkehren täglich um die 500.000 Menschen – und heute waren wir zwei von denen 😉

– Richtung Gleise nähert man sich wieder zahlreichen Geschäften, Restaurants etc.

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– dieser Kopfbahnhof wurde 1913 eingeweiht; feierte also erst sein 100-jähriges Bestehen; uuund es ist mit über 44 Bahnsteigen, an denen 67 Gleise enden, der größte Bahnhof der Welt – WOW … das ist mal eine Anzahl! Um Platz zu sparen, hat man übrigens die Gleise auf zwei Ebenen verteilt … schon der Durchgang zum Gleis ist imposant:

IMG_3962– dagegen ist die Fassade von außen irgendwie langweilig, huh?

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… und doch ziemlich unscheinbar … naja, bei unserer heutigen Tour durch Manhattan sammelten wir jedenfalls noch einmal ein paar ganz typische New York-Eindrücke und liefen beispielsweise am Eingang des Berkeley Colleges vorbei …

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– wir ließen das New York-Großstadt-Gewimmel auf uns wirken …

IMG_3968… Taxis, USA-Flaggen, vierspurige Straßen und sogar ein Feuerwehr-Auto …

IMG_3974… oh und natürlich Wolkenkratzer!

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– am Ende kreuzten wir noch zu Melis Freude die Radio City Music Hall, die ganz in der Nähe des Broadways liegt; ihr werdet das Gebäude bestimmt kennen, denn hier findet jährlich die Verleihung  der MTV Video Music Awards statt; der Konzertsaal wurde in den 1920er Jahren gebaut und galt damals als einer der besten Orte, um Musik fürs Radio aufzunehmen; ab Ende 1932 konnte auch Publikum anwesend sein; später wurden hier die ersten Filme gezeigt; ein dortiger Kinobesuch war damals sicherlich ein besonderes Erlebnis, da die Radio City Music Hall mit knapp 6.000 Sitzplätzen das weltgrößte Filmtheater war

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– und auch wenn viel Leuchtreklame angebracht wurde (oder vielleicht gerade deswegen?), so fanden wir die Radio City Music Hall von außen wenig imposant

– die Music Hall verriet uns, dass wir wieder in der Nähe des Times Square angelangt waren und von dort aus nur noch knapp eine halbe Stunde zurück zum Hostel brauchten; es war etwa halb 9 und wir waren total kaputt! keine Ahnung, wie viele Stunden wir jetzt schon durch New York gelatscht waren, aber unsere Füße qualmten!

– gegen 9 kamen wir schließlich wieder in unserem Hostel an und quetschten uns in unser winziges Hostel-Zimmer; sofort legten wir unsere Füße hoch und beschlossen, dass jetzt die perfekte Zeit zum Postkarten-Schreiben war …

– es war der letzte Abend in New York und der letzte Abend auf unserer Weltreise … vielleicht hätten wir ihn gebührender feiern sollen, aber wir waren viel zu müde; außerdem hieß es wie so oft auf unserer nun einjährigen Reise: Tasche packen – bääääh, diese Abneigung werde ich wohl nie ganz ablegen können 😉

– nachdem die Taschen einigermaßen gepackt waren, klebten wir den Bewegungsmelder unseres Zimmers wieder zu und legten uns schlafen; der Plan für Morgen wird heißen: Check Out und dann mal sehen … wir haben dann noch ein paar Stunden Zeit, bevor wir zum Flughafen fahren müssen, wo der Flieger starten soll, der uns Richtung Deutschland bringt; morgen wird unser letzter Reisetag sein! und wie immer, wird auch an diesem Tag so einiges Unvorhersehbares passieren … ich sage nur: Wir haben Julia Roberts nicht erkannt, das Unwetter ist doof und Wasser tropft von der Flugzeugdecke auf unseren Schoß … aber davon berichten wir das nächste Mal 🙂

Liebe Grüße

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