16.02.2014

Rückblick: 16.09.2012 – Empire of New York

In New York bekommt die Phrase „ein Tag wie jeder andere“ eine ganz eigene Bedeutung. Heute war nämlich ein Tag wie jeder andere – wir werden irgendwie ziemlich viele Orte von gestern noch einmal besuchen, aber auch wahnsinnig viel Neues sehen uuuund morgen früh schon gar nicht mehr wissen, was wir eigentlich wann gesehen haben – im Hirn (und auch in meinem Tagebuch) werden morgen früh die einzelnen New York-Tage ineinander verschwimmen und nur noch unter einem einzigen „New York-Tag“ abrufbar sein – daher ein Tag wir jeder andere 😉

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Wir standen heute morgen etwas früher auf, um all die Sehenswürdigkeiten zu besuchen, die wir gestern nicht sehen konnten. Und eines unserer Ziele sollte die Freiheitsstatue sein: Da wir gestern die letzte Fähre rüber nach Liberty Island verpasst hatten, wollten wir heute gaaaanz früh dran sein … naja, zumindest so früh wie möglich, denn erstmal mussten wir ja runter zum Battery Piont bzw. zum Pier, wo die Fähren abfahren. Nach unserem langweiligen, aber mittlerweile traditionellen  Schoki-Toast-Frühstück im Zimmer huschten wir los. Zwei Querstraßen neben unserem Hostel am Central Park fuhr auch einer der Gray Line-Sightseeing-Busse seine Route, yeah 🙂 Wir wollten diesen Bus nehmen, der zunächst den „Uptown Loop“ fuhr, also erstmal in die entgegengesetzte Richtung. Aber irgendwann würde der Bus irgendwo vorbeikommen, wo auch eine andere Route hielt, die uns dann Richtung Pier bringen würde. Wir wollten ja so viel, wie möglich von New York sehen, also war jeder Umweg eine tolle Erkundungstour 🙂 Als wir an der Bushaltestelle am Lincoln Center (das hatten wir per Zufall schon vorgestern Abend entdeckt) warteten …

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… fuhr dieses Taxi vorbei 🙂 Nachdem Pink uns begrüßt hatte, kam auch schon der Sightseeing-Bus. Der war aber soooo voll, dass wir leider nicht mehr mitfahren konnten 🙁 Na so klappt das wohl nicht mit dem „wir sind früh und pünktlich an der Fähre“. Also warteten wir auf den nächsten Bus und es dauerte knapp eine Viertelstunde oder so, bis der kam. Glücklicherweise stiegen ein paar Leute an unserer Haltestelle aus und wir ergatterten wieder einen Platz auf dem Sightseeing-Deck. Der Bus startete und wir knipsten schon wieder haufenweise Bilder 😉

2012.09.16 (3)Hier sehen wir ein paar Wohnhäuser … schon cool, so mitten in New Yorks Wolkenkratzern zu wohnen und einen doch echt schönen Ausblick zu haben 🙂 Eine Straße weiter entdeckten wir dieses Haus hier:

2012.09.16 (4)Es sah aus, als wären zwei Häuser durch einen Bogen verbunden worden. Einfach toll !

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Diese Bauart mochte ich irgendwie besonders. Keine Ahnung, warum, aber das waren tolle Häuser 🙂

2012.09.16 (6)Wir schlängelten uns mit unserem Touri-Bus an einigen Wohnhäusern vorbei … mit interessanten Fassaden … wie gestern … nur, dass die Fassaden immer wieder anders, aber gleichbleibend beeindruckend waren.

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Wir heizten an den Dakota Apartments vorbei – das war ein super teures Wohnhaus mit exklusiven Apartments. Da hat dann bspw. John Lennon gewohnt, der davor erschossen wurde. Und auch Yoko Ono hatte da für seeeehr lange Zeit ihr Apartment (diese Info und dieses Haus konnte sich Kati aus unerfindlichem Grund super merken, ich hatte das am Abend schon wieder vergessen 😉 )

2012.09.16 (8)Unsere Bus-Route führte uns einmal um den riesigen Central Park herum, wir waren viele Straßen entlang gefahren, hatten viel gesehen (und fotografiert 😉 ), waren aber eigentlich gar nicht sooo weit weg vom Hostel.

2012.09.16 (9)Dann bogen wir irgendwann in eine Straße ein, in der jedes Haus anders aussah. Und an einem der Museen in dieser Straße hing eine riesige Spinne 🙂

2012.09.16 (10)Dann kamen wir an einem Brand vorbei – jedenfalls entdeckten wir auf einem der Dächer diese schwarze Rauchwolke … und schnell wurde auch davon ein Foto geknipst 😉

2012.09.16 (11)Der Bus fuhr Richtung Harlem. Auf dem Weg dahin gab es immer mehr Kathedralen und Kirchen zu sehen.

2012.09.16 (12)Diese Skulptur hier steht neben einer sehr beeindruckenden Kathedrale … irgendwas zur wichtigen Bedeutung und eine schöne Geschichte erzählte unser Tour-Guide auch dazu, aber das war so schnell wieder vergessen, wie der Guide es erzählt hatte, weil … oh da rechts, dieses Haus, äh die Kathedrale, oh toll, schnell ein Foto …

2012.09.16 (13)… das ist die Cathedral of St. John the Divine in der Amsterdam Avenue 😉 Die fand Kati besonders beeindruckend. Auf dem Foto sieht sie irgendwie ziemlich klein aus, aber in Wirklichkeit ist sie mächtig groß und breit und erschlagend! Man möchte meinen, dass wir so viele Infos der Guides vergessen haben, weil wir nur Fotos knipsten und es daher nicht auf uns wirken ließen … nein, selbst wenn wir mal keine Fotos gemacht haben, haben wir auch alles immer wieder vergessen. New York erschlägt einen einfach, so faszinierend ist es hier an jeder Ecke.

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Hier der Blick in eine gewöhnliche Straße an einem Sonntag Vormittag ganz in der Nähe von Harlem.

2012.09.16 (14)Wir bogen einmal links ab …

2012.09.16 (15)… und einmal rechts und sschon …

2012.09.16 (16)… waren wir fast einmal um die Riverside Church herumgefahren. Das Bauwerk fand ich total beeindruckend! Wir glauben, dass wir auf unserem Spaziergang durch den Central Park die Spitze der Kirche immer mal wieder gesehen haben … ein wirklich wuchtiges und schönes Gebäude.

2012.09.16 (17)Wir fuhren einmal um den Park neben der Kirche herum, damit wir auch einen tollen Blick auf Grants Tomb (ein rundes großes Irgendwas) und auf den Hudson River hatten … hier haben wir irgendwie keine Fotos gemacht (vielleicht mussten wir die Akkus wechseln) … und obwohl wir nicht mit Knipsen beschäftigt waren, haben wir nichts mehr in Erinnerung behalten von diesem kleinen Loop. Ich glaube, die eine Stunde Busfahrt mit vielen Eindrücken und die Informationsflut hatte uns jetzt schon so dahingerafft, dass alle Gebäude und Informationen nur so an uns vorbei wehten … wie der Wind, der uns die ganze Zeit ins Gesicht bließ.

Ein paar Straßen weiter mit vielen tollen Dingen und Informationen, die wir alle nicht geknipst haben und uns auch nicht merken konnten, setzte unser Gehirn wieder ein. (Wir hatten wohl einfach mal eine Informationspause gebraucht … aus Australien kannten wir das schon, da haben wir beide an unterschiedlichen Punkten unserer doch langen Reise einen ziemlichen Filmriss.) Jedenfalls setzt unsere Aufmerksamkeit jetzt wieder ein: Wir sind in Harlem 🙂

Kati erinnert sich zuerst: Unser Bus hielt an einer Ampel. Rechts neben uns steht ein Mann in einer Art Bademantel im indischen Look … sehr merkwürdig sah der aus. Unser Guide flüsterte ins Mikrofon: „Ok, wir schauen jetzt mal alle ganz unauffällig nach rechts“ (ALLE Köpfe und Kameras im Bus drehten sich nach rechts – sehr unauffällig 😉 ). Dann sagte der Guide weiter:  Solche seltsam gekleideten Leute laufen hier gerne mal rum …“

Während Kati diese kleine Begebenheit noch ganz lebhaft in Erinnerung hat, hat Meli die Geschichte irgendwie noch nie zuvor gehört … Aber knappe fünf Minuten später sollte auch hier die Gehirnpause vorbei sein 😉

So und jetzt kommt’s: Hier ist das Bild, das Kati von den seltsamen Mann im Bademantel-indisch-Style (laut ihrer Beschreibung) gemacht hat:

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Joar, ich hätte den Mann irgendwie anders beschrieben … und irgendwie kann ich mich auch an die Hausfassade drum herum erinnern, aber der Mann, der Guide, die Begebenheit … nein, meine Harlem-Erinnerung kommt erst jetzt wieder:

2012.09.16 (18)Ja, genau. Hier sollte heute irgendein Fest stattfinden und deshalb waren hier in der Gegend bereits einige Absperrungen und polizeiliche Wachen.

2012.09.16 (19)Wir kamen an einem coolen Denkmal vorbei …

2012.09.16 (20)… und fuhren an einem der vielen Seiteneingänge zum Central Park vorbei. Kurz vor der nächsten Haltestelle erzählte der Guide etwas über das Guggenheim-Museum. Kati wollte es unbedingt näher angucken, also stiegen wir hier aus. Wir hatten ja ein Hop On/ Hop Off Ticket 🙂

2012.09.16 (21)Das Guggenheim-Museum war sehr interessant. Gerne hätte Kati das Museum von Innen gesehen, aber kaum waren wir drin, kam ein Guide und meinte, dass wir keine Fotos machen dürfen und dass wir ohne Ticket auch eigentlich gar nicht hier drin sein dürften. Hoppla 😉 Also das Foyer war ein Saal, in dem sich eine Treppe an der Wand in Schneckenform nach oben schlängelte. Von dort, so sah es jedenfalls aus, ging es dann immer zu einzelnen Ausstellungen …

2012.09.16 (22)… aber die waren für uns heute nicht drin. Irgendwie waren wir nicht auf Kunst in einem Museum eingestellt, schließlich gab es hier in New York noch so viel mehr zu entdecken.

Vor dem Museum holten wir uns ein Wasser und stiegen in den nächsten Sightseeing-Bus. Es ging wieder vorbei an diesem tollen Gebäude …

2012.09.16 (23)… und an diesen hier …

2012.09.16 (24)… nochmal an unserer bekannten Central Park-Ecke am Columbia Circle ganz nahe am Hostel vorbei, wo mittlerweile wieder Touristen-Massen und Touri-Entertainer unterwegs waren – hier unser erster Blick auf die Freiheitsstaue 😉

2012.09.16 (25)Unterwegs entdeckten wir in einem der Fenster das hier:

2012.09.16 (26)Wir hoffen, dass hier kein Spanner wohnt, sondern nur ein Touri, der den Ausblick auf den Park näher genießen will … oder doch das Haus gegenüber …

2012.09.16 (27)Der Bus fuhr uns dann bis zu unseren vertrauten Times Square, wo wir in einen anderen Loop-Bus umstiegen. Die kommende Route kannten wir ja nun schon gut 😉 Und dieses Mal verpassten wir es auch nicht, den Madison Square Garden zu knipsen, wo all die Musikstars auftreten, wenn sie super berühmt sind 🙂

2012.09.16 (28)Das war schon ein riesiges rundes Ding, an dem wir da vorbei kamen. Komisch, dass wir DAS gestern mehrmals übersehen hatten, als wir mit den Touri-Bussen vorbei gerauscht waren.

Wir fuhren wieder am Empire State Building vorbei …

2012.09.16 (29)… das wir tatsächlich bei keiner Tour übersehen hatten 😉

2012.09.16 (30)… und an dem Garten, aus dem die unbekannten Wolkenkratzer herausragten …

2012.09.16 (31)… gleich neben dem Flatiron Building, das wieder einmal super beeindruckend war! Ihr merkt vielleicht schon, dass sich einiges wiederholt und Ähnlichkeiten zum gestrigen Tag aufkommen, aber es war für uns ein ganz anderes Erlebnis, eine ganz andere Atmosphäre und ganz neu und aufregend.

Ich weiß gar nicht, warum wir eigentlich nie in der Nähe des Bügeleisen-Hauses ausgestiegen sind und es näher erkundet haben. Ein Blick ins Innere des flachen Hauses wäre doch wirklich spannend, oder?!

2012.09.16 (32)Ja, aber wir fuhren weiter. Wahrscheinlich mit Blick auf die Zeit …

2012.09.16 (33)… haha, passend zu dieser Hausfassade. Jap, aber wir wollten nun direkt zum Battery Point. Ein Blick auf die Uhr verrät aber wohl schon, dass es schon wieder … naja, viel zu spät für eine Fähre nach Liberty Island war …

2012.09.16 (34)Wir dachten aber noch, hey, heute ist ja ein anderer Tag, also man weiß ja nie. Wir ließen uns nicht beirren und schauten nach links und nach rechts und …

2012.09.16 (35)… kamen am Battery Point an. Die Kulisse hier war wieder sehr faszinierend.

2012.09.16 (36)Ein kleiner Park direkt am Meer und dahinter stehen diese unglaublichen Häuser …

2012.09.16 (37)… und kleine Hörnchen springen durch den Park, die ich (wie sollte es anders sein) mal wieder verfolgen musste 🙂

2012.09.16 (42)Und merkwürdige Vögel gab es hier auch noch. Rechts hinter dem … nennen wir es Truthahn 😉 … sitzt das kleine Wuseltier, dass ich eigentlich mit meiner Kamera verfolgt hatte. Ich war ziemlich überrascht, als plötzlich das große Viech ins Bild tappste. Nachdem ich meine Bilder und Videos in der Tasche hatte, drehte ich mich um und …

2012.09.16 (38)… Kati war verschwunden. Na toll, wie soll man eine Person in dem Menschengewusel wiederfinden? Gut, dass Kati immer recht gut aufpasst, wohin ich mich mit meiner Kamera auf Bilderjagd verirre 😉

Wir stapften durch die Menschenmassen zum Ticketschalter. Unser Bus-Ticket beinhaltete auch eine Überfahrt nach Liberty Island zur Freiheitsstatue, was toll war – wir mussten nur das Ticket für den passenden Tag noch einlösen. Was wir leider noch nicht wussten: Wir konnten damit nur bestimmte Tickets für bestimmte Fähren einlösen. Und so standen wir vor einem kleinen Glaskabuff mit diesem Zettel:

2012.09.16 (39)Wir stellten fest, dass heute Sonntag ist und dass es schon wieder vier Uhr war … ja, also das war es wohl heute wieder mit der Freiheitsstatue. Also irgendwie hatten wir uns das anders vorgestellt. Hatte New York uns schon so geschafft, dass wir zu verwirrt waren, um zu einem DER Sehenswürdigkeiten zu kommen??? Oder war es wirklich so schwer, die Freiheitsstatue zu sehen?

2012.09.16 (40)Keine Ahnung, aber wir knipsten wieder nur ein Bild aus der Ferne. Nagut, vielleicht haben wir am 9/11 Memorial heute mehr Glück. Manchmal gibt es ja noch Restkarten für den Nachmittag, um die Gedenkstätte des 11. September zu besichtigen.

2012.09.16 (43)Im Hintergrund hier sieht man sehr gut die zwei Freedom-Tower, die als Denkmal für das ehemalige World Trade Center gebaut werden. Und vorne im Bild steht „The Sphere“, die Skulptur, die zu den Twin Towers gehört hatte.

2012.09.16 (44)Als wir wieder an der Baustelle bzw. dem 9/11 Memorial vorbei kamen, war es wie auch gestern schon eine sehr beklemmende Stimmung. Einige der Straßen hier waren unglaublich dunkel, weil die Häuser drumherum so hoch waren und das ganze Sonnenlicht nahmen … aber an manchen Stellen hatte man etwas mehr „Luft zum Atmen“.

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Hier rechts im Bild seht ihr ein kleines Schild an der Hauswand. Das ist ein kleiner Memorial-Shop mit Museum, wo Fotos und Videos ausgestellt und „Souvenirs“ verkauft wurden. Wir waren nicht sehr lange in dem Shop oder auch Museum, aber als wir rauskamen, waren wir ziemlich niedergeschmettert. Es war einfach sehr ergreifend. Wir beschlossen, zum Meer zurück zu laufen und die Brooklyn Bridge zu erkunden …

2012.09.16 (46)Mit dem Gray Line Bus fuhren wir ein paar Stationen Richtung Brooklyn Bridge und stiegen am Pier ganz in der Nähe der berühmten Brücke aus. Hier gab es einen kleinen Markt und ein paar Shops. Wir liefen durch eine Baustelle und …

2012.09.16 (47)… dann sahen wir die Brooklyn Bridge. Hm, irgendwie war das nicht so der Wow-Effekt, wie erwartet. Die Brücke sah aus …

2012.09.16 (48)… wie eine normale Brücke. Da war die Golden Gate Bridge in San Francisco viel beeindruckender. Die Häuserwand auf der anderen Seite des Flusses sah zwar toll aus, aber irgendwas störte … vielleicht war es die Baustelle um uns herum und auch an der Brücke wurde gerade kräftig gebaut.

2012.09.16 (49)Während Kati ein paar Fotos knipste, saß ich schon recht kaputt auf einer der Bänke dort. Dann gammelten wir ein paar Minuten gemeinsam auf der Bank, bevor wir wieder zur Bushaltestelle zurück liefen. Wir hatten keine Idee, wo die nächste Haltestelle sein könnte, die Touri-Busse bogen ja immer überall ab und fuhren manchmal um Hausblöcke einmal ganz herum (ganz sicher zur Touri-Verwirrung 😉 ) Also gingen wir zum bekannten Stop zurück – sicher ist sicher 🙂

2012.09.16 (50)Nachdem wir wieder nicht in den nächsten Bus gepasst und auf den folgenden Bus gewartet hatten, ging die Frischluft-Fahrt Richtung Empire State Building. Unser Kompi-Ticket hatte insgesamt drei Sehenswürdigkeiten-Tickets beinhaltet und wir wollten eines davon für das Empire State Building nutzen, yeah.

2012.09.16 (51)Unsere Bus-Tour führte durch Little Italy und China Town, bevor wir am Emprire State Building ausstiegen. Jetzt hieß es erstmal, was essen. Gegenüber vom Empire gab es ein Mc Donalds … unsere Taktik war seit unserer Ankunft in den USA dieselbe: Schnell irgendwo was essen und dann weiter auf Erkundungstour … nach ein paar Wochen hing uns das Essen der verschiedenen Fast Food-Ketten schon aus dem Hals, deshalb wurde unsere Taktik vor einiger Zeit etwas abgewandelt: Solange nichts essen bis man sooo Hunger hat, dass es total egal ist, was man isst, hauptsache es kommt etwas in den Magen. Und dann passte auch Fast Food wieder ganz gut. Ich hatte mich mittlerweile durch das ganze Mc D.-Programm getestet …

2012.09.16 (52)Nachdem wir irgendwas mit Burgern und Pommes und Cola im Magen hatten, stürzten wir uns auf den Souvenir-Shop nebenan. Da stand nämlich wieder einer dieser Münz-Press-Automaten. Seit Beginn unserer Reise haben wir ja durch Zufall immer wieder ein paar Cent-Münzen „geprägt“ – wie sich herausstellte, ist das eine tolle, einfache und leicht im Reisegepäck verstaubare Erinnerung für später – sehr empfehlenswert 🙂

So und jetzt wollten wir hoch hinaus:

2012.09.16 (53)Als wir das Empire State Building betraten, kamen wir in einen schmalen goldenen Raum … hier ahnten wir noch nicht …

2012.09.16 (54)… dass gleich um die Ecke die Touri-Hölle begann. MENSCHENMASSEN standen hier an, um auf die Aussichtplattform des Wolkenkratzers zu kommen. Man musste zunächst durch eine Sicherheitsschleuse, wo aus Sicherheitsgründen keine Fotos erlaubt waren. Wir reihten uns in die Menschenmasse ein und warteten. Es ging voran, aber langsam. Nach einer Dreiviertelstunde waren wir durch den Sicherheitspieper durch … tja, und dann gab es die nächste Sicherheitsschleuse. Hier ging es glücklicherweise etwas schneller voran, aber viele der Leute wollten unbedingt die ersten auf der Plattform sein und schubsten und drängelten … wir standen eng zwischen fremden Menschen gequetscht in einem Gebäudeflur … pfff … es ging eine Treppe hoch, um die Ecke und … tja, wieder eine Sicherheitskontrolle. Iiirgendwann kamen wir zu einem der Fahrstühle und fuhren ein paar Stockwerke … dann machte es „Ding“ und wir stiegen aus … und stellten fest, dass wir hier in einen anderen Fahrstuhl umsteigen mussten – auf den mussten wir aber dann erst wieder eine Weile warten, weil sich die anstehenden Menschenmassen davor sammelten. Ich muss zugeben, ich war ziemlich genervt. Klar, New York ist eine Weltsstadt, aber in keiner der vielen anderen Großstädte unserer Reise haben wir sooo viel Zeit nur mit Anstehen und Warten verbraucht … Endlich machte es wieder „Ding“ und wir quetschten uns in einen Fahrstuhl, der uns im Eiltempo in den 86. Stock beförderte. Die Tür ging auf und meine Gedanken waren: „WOW!“ Und Kati dachte: „Boa!“ Was wir sahen? Menschenmassen, die sich auf eine überraschend winzige Plattform quetschten. Also „WOW und Boa, ach du Scheiße!“

2012.09.16 (56)Was hatten wir uns nur angetan? Es war uuunglaublich, wie viele Menschen hier eng gequetscht versuchten, einen Blick über New York zu erhaschen. Und alle wollten in der ersten Reihe stehen, deshalb wird auch ordentlich gegen das dicke Gitter gedrückt. Hm, und hat sich der ganze Aufwand gelohnt? Seht selbst:

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Ja, es lohnte sich! Wir waren begeistert. Die Aussicht war toooooll. Genau so, wie man es von Bildern kennt. Aber das Gequetsche und Geschiebe war vor allem Kati zu viel. Wir hatten uns recht schnell auf der Plattform verloren, die einmal in alle Himmelsrichtungen ging. An vielen Stellen versuchte jede von uns ihr Glück, einen Blick zu erhaschen oder ein Foto zu machen.

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Was wir erst jetzt so richtig realisierten: Wir waren zufällig zum baldigen Sonnenuntergang auf dem Empire State Building 🙂 Iiiirgendwann hatte ich einen recht guten Platz erdrängelt …

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… konnte den aber nicht lange verteidigen.

2012.09.16 (58)Was gut funktionierte, war, die Kamera einfach zwischen die Leute zu halten und einfach mal ein Bild zu machen, irgendwas wird schon dabei herauskommen. Und ihr seht, die Bilder sind fantastisch.

2012.09.16 (60)Schade nur, dass die Stimmung hier oben so unentspannt war. Als die Sonne langsam unterging, hatte ich mich zufällig unter einen dieser Ferngucker quetschen können – da war meine Größe mal so richtig von Vorteil, hier drunter passten nämlich nur Kinder oder ich 😉

2012.09.16 (64)Der Platz schien perfekt für den Sonnenuntergang, hier verharrte ich. Der Blick nach unten …

2012.09.16 (65)… war monströs. Es ging nicht nur unglaublich tief nach unten, sondern das ganze Stadtgewusel wurde von hier aus deutlich. In weiter Entfernung hörte man den Stadtlärm, die hupenden Taxis, das Rauschen des Verkehrs … und während ich ein Foto von einem Flieger im Sonnenuntergang machte …

2012.09.16 (66)… rempelte mir ein Mann in die Seite und schrie mich plötzlich an: „Ey, du blöde Kuh, rempel mich nicht an, ich will vernünftige Fotos machen“. Mir fiel nichts ein, was man darauf hätte erwidern können. Hier drängelten die Leute, alle schubsten, da war nirgends an ein Foto mit langer Belichtungszeit zu denken. Und ich hatte nicht geschubst, hier schubste die Masse. Pfff. Ich konzentrierte mich wieder auf die tolle Aussicht:

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Es dauerte nicht lange und die Leute begannen sich hinter mir aufzuregen, dass ich endlich den Platz freigeben sollte. Pah, ich dachte gar nicht daran, hier weg zu gehen. Mal davon abgesehen, dass sich der sperrige Typ hinter mir sowieso nicht unter das Fernrohr hätte quetschen können … würdet ihr jetzt, wo der Sonnenuntergang ist, den Platz freigeben und die Plattform verlassen? Vielleicht ist das egoistisch, aber ich hatte keinerlei Interesse daran, meinen Platz freizugeben … und im Notfall hätte Mann auch gut über mich hinweggucken können, also ehrlich!

2012.09.16 (68)Kati zwängte sich gerade noch irgendwo in der Nähe in einer der hinteren Reihen und fotografierte dabei auch mal die Spitze des Empire State Buildings 😉 Wenn wir unser Erlebnis hier oben mit der Aussicht vom Sky Tower in Sydnery vergleichen: In Sydney hatten wir eine tolle Aussicht (leider war aber das Opera Haus nicht zu sehen), hier waren überall chillige Sitzmöglichkeiten, nicht viele Menschen und sogar Guides, die dir kostenlos was zur Aussicht erzählt haben. Das war ein entspanntes, aussie-typisches Ausblick-Genießen. Hier aber war es ein: „Weg da, ich will der erste sein und die beste Sicht haben“-Menschengedränge. Es macht viel aus, was für Leute hier oben gerade sind. Vielleicht waren wir ja an einem Tag da, an dem besonders viele murrige und aggressive Touris um uns herum waren.

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Dann ging die Sonne unter …

2012.09.16 (70)… und das sah einfach atemberaubend aus!

2012.09.16 (73)Von hinten bekam ich fremde Körperwärme, von vorne bließ der mittlerweile recht kühle Abendwind in mein Gesicht.

2012.09.16 (74)Kati hatte sich einen Platz weiter rechts in meiner Nähe erarbeitet, von wo sie seitlich stehend gut sehen konnte.

2012.09.16 (75)Die blaue Stunde war wirklich beeindruckend, denn jetzt begannen die vielen Lichter New Yorks anzugehen und die Stadt funkelte in allen Ecken und Winkeln.

2012.09.16 (76)Überall huschten Autolichter durch die Gegend, es sah toll aus! Eine Großstadt wie diese am Abend von oben zu sehen, ist schon einmalig 🙂

2012.09.16 (78)Dann wurde es etwas kühl und das Gedränge etwas viel. Wir hatten staunend die Stadt von oben gesehen und deshalb hieß es jetzt, wir können wieder nach unten fahren.

2012.09.16 (79)Auf dem Weg ins Erdgeschoss hingen in einem Flur Bilder von Stars, die auch schon hier oben waren – und Celine war natürlich auch wieder dabei 🙂

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Bevor man das Gebäude verlässt, gab es unten (natürlich) noch einen Souvenir-Shop. Und auch hier stand wieder eine Freiheitsstatue 😉

2012.09.16 (81)Nun hieß es für uns: Laaaaaaaaaaange nach Hause latschen. Die Touri-Busse hatten nämlich ein Manko: Die letzte Route war halb 7 zu Ende. Wir hätten ja ein Taxi nehmen können, aber dann hätten wir wohl nicht mehr so viel erlebt. Mittlerweile hatten wir eine ganz gute Orientierung in New York, sodass wir uuungefähr wussten, wo wir uns befanden. Also beschlossen wir, zum Times Square und von dort aus den gewohnten Weg zum Hostel zu gehen. Und in New York braucht man bei einem nächtlichen Spaziergang eigentlich keine Angst vor einem Überfall oder so haben – hier sind überall viele Menschen – zumindest in den Hauptgegenden.

2012.09.16 (82)Wir liefen durch Reklameschilder erleuchtete Straßen …

2012.09.16 (83)… immer im Gewusel. Es dauerte eine Weile, aber irgendwann kamen wir am Times Square an. Und da blinkte auf einmal der riesige Disney-Store vor uns …

2012.09.16 (84)… da wollten wir natürlich mal reingucken 😉2012.09.16 (86)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Disney-Store gab es alles, was man sich nur vorstellen kann. Von lustigen Plüschtieren über Figuren in allen Ausführungen bis hin zu den ganzen Klamotten, die die Disney-Figuren so tragen. Wir stellen fest, dass mir der Prinzessinnen-Look nicht steht 😉 Oder was meint ihr?

2012.09.16 (85)Vom Times Square aus war es wieder die obligatorische halbe Stunde zum Hostel zurück. Wir sehen zwar noch nicht so geschafft aus, unsere Füße sagten aber bereits was anderes. Schließlich waren wir vorhin allein eine Stunde bis hier her gelaufen.

2012.09.16 (87)Wir liefen und liefen und kamen endlich am Hostel an:

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Kaputt, aber glücklich standen wir an der Hostel-Eingangstür. Und was hat Kati da in der Hand? Eine Tüte aus dem Disney-Store – es war einfach zu verlockend 😉

Bevor wir schlafen gingen, schmiedeten wir den Plan, dass wir morgen mit der Subway direkt zum Fähren-Abfahrtspunkt für die Freiheitsstatue fahren wollten. Das kostete zwar was extra, aber sparte Zeit. Ob wir es dann aber endlich schaffen werden, die berühmte Lady zu sehen, und warum Kati morgen richtig wütend wird und jemanden anschreit, dass erfahrt ihr im nächsten Bericht 😉

Liebe Grüße und bis dahin 😉

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