10.06.2012

Rückblick: 12/13.04.2012 – Fahrt durchs Outback

12.4.

– bei endlich wieder atembarer Luft packten wir unsere Sachen; und damit ihr mal seht, wie „deutsch“ wir noch sind, zeigen wir euch heute unseren akkuraten Kofferraum, wie er immer während der Fahrt aussieht 😉

– durch die schwarze Decke sieht unser Kombi ein wenig wie ein Leichenwagen aus :/

– achja.. die Tüte nicht vergessen!

– und nun geht wieder die Fahrerei durchs Outback los

– da wir bei der Hinfahrt mit dem Platz in Dumnarra zufrieden waren, blieben wir die Nacht wieder hier; aber hier war es auch windig und kühl; die Tausend Frösche und die Schwüle, die wir beim letzten Mal erlebten, waren weg; wir fröstelten und hatten Gänsehaut bei 30°! komisch, wie man sich an 40° und schwüle Luft gewöhnt hatte! durch den Wetterwechsel wirkte der Ort ganz anders!

– abends waren wir ziemlich kaputt und beobachteten noch ein paar Road Trains, bei denen es einen Fahrerwechsel gab

– unser Kakadu und die obige Road Train haben zusammen 74 Räder! (ohne Reserveräder!)

 

13.4.
– auch heute stand nix außergewöhnliches auf dem Programm… naja, wenn man die Fahrt durch die australische Wüste als „normal“ bezeichnen kann 😉

– dennoch werden wir diesen Tag nicht gut in Erinnerung behalten; es fing bereits damit an, dass Meli etwas Öl in unseren Kakadu gießen wollte; wir mussten den Ölstand besonders im Blick behalten, da wir davon recht viel verloren; na jedenfalls kippte Meli viel Öl über den Motorraum; so gut es ging, wischte sie alles weg, doch war sie nun von oben bis unten mit Öl verschmiert; natürlich passierte das, nachdem sie geduscht hatte 😉 sicherheitshalber fragten wir bei anderen Campern und im Roadhouse nach, ob das irgendwelche negativen Auswirkungen hat und waren erleichtert, als wir hörten, dass es vermutlich etwas stinken wird, aber mehr nicht

– seit langer Zeit durften wir auch mal wieder rechts fahren; wir mussten nämlich zig Armee-Fahrzeuge überholen

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– dass der Tag ein blöder Tag wurde, spitzte sich zu, als Melis Kamera plötzlich nicht mehr funktionierte; sie machte komische Surr-Geräusche und konnte nicht mehr fokussieren; verdammter Mist! damit wir uns nicht ständig darüber ärgern, packte ich sie ins Handschuhfach, wo sie die Nacht verbrachte…

– ab und zu fahren wir an Gebieten vorbei, die noch vor kurzem in Brand standen; auf dem kommenden Bild sieht man außerdem einen kleinen Termitenhügel, die hier so zahlreich am Straßenrand stehen

– aber auch durch überflutete Gebiete kamen wir

– heute kamen wir im Outback an eine Gabelung, d.h. die zwei großen Highways, die es hier gibt, treffen aufeinander; hier kann man in den Süden, Norden oder Osten fahren; wir, die im Süden schon waren und aus dem Norden kamen, verließen hier den Stuart-Highway; jetzt befanden wir uns „offiziell“ auf den Weg zur Ostküste 🙂

– nachdem wir heute ca. 500 km gefahren waren, erreichten wir Barkley Homestead, wo ein Roadhouse mit Campingplatz steht, und unsere heutige Reise endete; aber der Platz stellte sich als furchtbar heraus! als wir aus dem Auto stiegen war überall pieksiges Stachel-Gras, das sich in alle Autoreifen und Flip Flops reinbohrten; und natürlich waren wir überhäuft mit Fliegen! so packten wir wieder in Rekordtempo um und kochten ein Essen, das ganz widerlich war; wir hatten in Darwin von zwei Backpackern, die am Folgetag nach Hause fliegen wollten, ihr Restessen bekommen, worunter auch eine Fischdose dabei war; um unsere Reste vom Vortag aufzupeppen, fügten wir diesen Fisch dazu, der das Essen aber so richtig unlecker machte 🙁 zudem verbrannte sich Meli an der heißen Pflanne, als sie so schnell wie möglich ins Auto hopsen musste, da wir nur dort vor den Fliegen sicher waren; hätten wir draußen gegessen, wäre es wohl ein sehr Fliegenreiches Mahl geworden… blöde Viecher! naja und dort passierte, was passieren musste: ich kam gegen den Trinkbecher, der auf dem Schaltgetriebe stand und durch meinen Hieb seinen Inhalt entleerte 🙁 eijee.. was für ein Tag! viel Saft war zum Glück nicht im Becher gewesen und das Aufwischen klappte schnell.. dennoch passte es zu diesem Sche*ßtag, dass es abends zu regen anfing und wir uns ein wenig kränklich und ausgelaugt fühlten.. was für ein Tag.. später erfuhren wir, dass heute Freitag, der dreizehnte war!

Kommentare

Schön, wenn man so die Zeit vergessen kann, das sogar der schwarze Freitag erst bemerkt wird, wenn er sein Werk vollbracht hat und vorbei ist 🙂

phil sagt doch auch immer, dass man die zeit vergessen soll! das stimmt und haben wir hier gelernt! es wird ganz furchtbar sein, wenn wir uns wieder an feste termine halten müssen…

Ihr legt dort echt krasse Strecken zurueck!! Da ist es gar nicht schlimm, dass ich von Pullman nach LA fahren will 😉

das fahren im outback hat super viel spaß gemacht… was aber nicht jedermanns sache ist. doch ich denke, dass es dir auch spaß machen wird! zu zweit wäre es lustiger, aber gute musik ist schon mal goldwert und ich bin mir sicher, dass du die dabei haben wirst! 🙂

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