16.02.2013

Rückblick: 21.08.2012 – I – Der längste Tag unseres Lebens, der in Los Angeles endete

– *Kliiiingeling*  nachdem der Wecker um 2 Uhr morgens (Zeitzone: Auckland, Neuseeland) klingelte und uns somit nach lächerlichen 2 Stunden Schlaf aus unserem neuseeländischen Bett schmiss, wir uns dann auf den Weg zum internationalen Flughafen in Auckland machten, dort einige Trouble mit der Ausreise aus NZ bzw. Einreise in die USA hatten und schliiiießlich im Flieger saßen, waren schon einige Stunden von diesem laaaangen 21.08.2012 vergangen! allerdings noch nix im Vergleich zu den Stunden, die noch folgen sollten 🙂

– die nächsten (noch frühen) Stunden erlebten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang über den Wolken 🙂

– nach 3 Stunden und 40 Minuten landeten wir pünktlich in Sydney – unser Zwischenstopp, wo wir einen Aufenthalt von ca. 2 Stunden hatten; gemütlich schlenderten wir aus dem Flugzeug und waren froh, nicht den Stress um unser Gepäck zu haben; denn dafür, dass dies mit unserem nächsten Flieger nach Los Angeles mitkommt, war die Fluggesellschaft zuständig.. also wechselten wir gemütlich das Terminal, vertraten uns ein wenig die Beine, riefen mit den letzten Dollar nochmal zu Hause an – wobei wir leider die Zeitverschiebung von Neuseeland nach Australien nach Deutschland verwechselten und deswegen leider das Telefon mitten in der Nacht klingelte 😉 – und kramten erneut in den Taschen nach Kleingeld, um einen kleinen Snack zu organisieren; wir erfuhren, dass man in zwei Läden auf dem sydneyer Flughafen mit dem neuseeländischen Dollar bezahlen könnte; nun hatten wir ein paar Münzen australisches und neuseeländisches Geld, aber stellte sich an der Kasse heraus, dass mit der Umrechnung (der Kurs war in jedem Geschäft anders) 10 Cent fehlten 🙁 aber mit guten Zureden und liebevollen Blicken erließ der Aussie uns die paar Cents, sodass wir eeeendlich unseren Schokoriegel in den Händen halten konnten 🙂

– gegen 10 Uhr morgens (Zeitzone: Sydney, Australien) konnten wir das nächste Flugzeug betreten, das wieder ein riiiiiesen Ding war! ist aber auch gut so, schließlich ist – laut des Films „Inception“ – der Flug von Sydney nach Los Angeles der längste Flug, der an einem Stück durchgeflogen wird: Ca. 14 Stunden lagen vor uns!

– Bye Bye Sydney! (auf dem oberen Bild sieht man nochmal schön die Skyline von Sydney)

– der Flug verlief ohne Probleme und ganz entspannt! wir hatten wie so meist auf unserer Reise wieder einen der hintersten Plätze bekommen – nix mit Business Class und so… aber für uns ja kein Problem 🙂

– einige Zeit schauten wir aus dem Flugzeug und genossen wieder einmal einen atemberaubenden Blick auf die Erde; nachdem wir über den Wolken waren und uns weitere Blicke verwehrt wurden, hatten wir genügend Zeit zum Filme gucken 😉 Ich versuchte etwa die Hälfte des Flugs, mich vom dem Entertainment-Programm beglücken zu lassen und die restliche Zeit zu schlafen; der Plan war gut, aber die Ausführung leider eher mangelhaft 🙁

– oh man, was für ein seltsamer Tag! früh und mit wenig Schlaf aus der vorigen Nacht aufstehen, im Flugzeug sitzen, TV gucken, Musik hören, schlafen bzw. versuchen zu schlafen und essen, essen, essen! (auch wenn ich dem Flugzeug-Essen nicht viel abgewinnen kann, so müssen wir doch festhalten, dass wir auf diesem Flug ganz schön gemästet wurden 😉 )

… und als wir das alles hinter uns hatten und in Amerika gelandet waren, war es immer noch der 21.08.2012 und 6:30 Uhr früh (Zeitzone: L.A., USA)! verrrrückt! 🙂

– nachdem wir die Wolken wieder über uns hatten, erkannten wir, dass Los Angeles nicht nur EINEN Stadtkern und EINE Skyline hat, sondern mehrere… da wurde die Entdeckungs-Neugier geweckt 🙂

– natürlich endete der Tag jetzt mit der Landung in L.A. nicht! schließlich ging die Sonne grad erst auf!

– das erste, was jeder Einreisende nach der Landung auf amerikanischen Boden sieht, ist ein Bild vom Präsidenten Obama, der einen Willkommen heißen lässt; mir fiel auf, dass derartiges in den anderen Ländern nicht vorkommt; der Nationalstolz in diesem Land ist wirklich unglaublich; man kennt das ja, dass überall die amerikanischen Flaggen gehisst sind und wirklich an jeder Ecke findet man die!

– als wir in der Warteschlange beim Zoll standen, war ich furchtbar aufgeregt und ganz hibbelig! Aaaaaaaameriiiiikaaaaaaa!! 😀 saucool 🙂 so langsam begann ich zu realisieren, dass wir gleich dieses Land betreten werden 🙂 und vor allem freute ich mich auf das Wiedersehen mit Steffi, die die Landung unseres Flugzeugs festgehielt:

– doch bevor wir Steffi wiedersehen konnten, mussten wir unsere Fingerabdrücke beim Zoll hinterlegen und wurden einzelnd von Beamten ausgefragt: woher kommen wir? was wollen wir in Amerika? wo wollen wir hin? auf einen Fragebogen, den wir im Flugzeug bekamen, hatten wir uns auch schon als Nicht-Terroristen geoutet! zum Abschluss von unserer ersten Begegnung mit einem Amerikaner (zumindest in Amerika) sollten wir noch in eine Kamera schauen; verwirrt sahen wir zu dem kleinen Kasten, auf den der Zollbeamte zeigte und wussten nicht recht: ist es eine Video- oder Foto-Kamera? soll bzw. darf man überhaupt lächeln? oder lieber ernst gucken wir auf den neuen tollen biometrischen Ausweisen? doch scheinbar genügte ein Blick zu diesem Ding und man durfte weiter gehen…

– als das geschafft war, ging es zu den Gepäck-Bändern; schnell fischten wir Melis Backpack heraus und beäugten dann gefühlt stundenlang Runde um Runde das Band auf der Suche nach meinem Rucksack.. aber nix! da dämmerte es uns.. hatten wir nicht vorhin eine Durchsage gehört, als wir vor dem Zoll standen? irgendwas wie „Frau XY soll sich beim Personal melden“.. oh oh.. nein, ich wollte die Hoffnung nicht aufgeben und beobachte weiter die Gepäckbänder, während Meli sich erkundigen ging; und richtig! es stellte sich heraus, dass mein Rucksack in Sydney gelassen wurde und mit der nächsten Maschine nachkommen sollte und somit genau einen Tag später in L.A. eintrudeln würde… mphf… irgendwie schlechter Start, aber davon lassen wir uns natürlich nicht die Laune verderben! ärgerlich war nur der Umgang der Amerikaner, die mich von einer Stelle bzw. Person zur nächsten schickten, um Formulare auszufüllen, und die kein einziges Mal ein kleines „Sorry“ von sich gaben… war ich zu sehr den überaus freundlichen Umgang der Neuseeländer und Australier gewohnt?

– nachdem alles mit dem Gepäck, das man mir nach dessen morgiger Ankunft sofort ins Motel schicken will, geklärt war, konnten wir endlich Steffi richtig begrüßen 🙂 es war so schön, sie wiederzusehen und gemeinsam mit ihr durch Californien zu reisen; den Ärger mit dem Gepäck und den unfreundlichen Amerikanern wurde dann auch schnell vergessen und es stieg nur noch die Vorfreude auf unsere kommenden Abenteuer! 🙂

– Bähm! schwatzend traten wir aus dem Flugzeuggebäude nach draußen! uff! war das eine Luft! es war ca. 7:30 Uhr, aber die Luft stand bereits dick wie eine Wand vor uns; naürlich hatten wir an die Umstellung vom neuseeländischen Winter in den amerikanischen Hochsommer gedacht, aber irgendwie erwartet man es doch nicht so heftig…

– naja, jetzt setzten wir uns erstmal ins „Steff-Mobil“ und los gings nach Hollywood 🙂

– bei der erstmöglichsten Einkaufsmöglichkeit (wir fanden „Ralphs“) stoppten wir und deckten uns mit allen notwendigen Nahrungsmitteln ein… man, wir ernüchternd! da kommen wir gerade in Amerika an und das erste, was wir tun, ist sowas notwendig-nerviges wie einkaufen gehen… zum Glück nahmen das Meli und Steffi gemeinsam ganz gut in die Hände, während ich mich erstmal klimatisierte; ich hatte jetzt meinen Tages-Tiefpunkt erreicht… naja, meine winterlichen Klamotten wie etwa meine dicken Winter-Wanderschuhe waren nicht grad behilflich!

– wie in Australien wurden wir an der Kasse bedient, d.h. unsere frisch erworbenen Lebensmittel wurden in Tüten gepackt, während wir zu dritt daneben standen und warteten.. irgendwie bleibt das seltsam.. dafür waren wir gar nicht über das Sortiment verwundert; normalerweise heißt es doch immer, dass man in Amerika alles in XXL-Packungen bekommt, bspw. Milch in 4 Liter-Packungen; und das stimmt auch! doch war diese Anblick für uns gar nicht mehr verwunderlich, da dies in Australien und Neuseeland auch die Regel ist… doch einen Unterschied beim Einkaufen fanden wir: die Einkaufskörbe werden in Amerika einfach auf dem Parkplatz abgestellt; also mitten auf Parkplätzen, am einfachsten auf dem Nachbar-Parkplatz von seinem Auto… wird sich schon jemand kümmern, huh?!

– weiter ging die Fahrt durch Los Angeles – immer noch auf den Weg nach Hollywood

– Promo für die Ellen DeGeneres Show, wo wir doch auch soooo gerne hingehen wollen würden

– als wir so durch Los Angeles fuhren, verschafften wir uns einen ersten Einblick von der Stadt: alles ist sehr urban, d.h. voller Beton-Gebäude und -Straßen, die wie in typischen US-Filmen breit und voll mit Autos waren; die Natur fehlte vollkommen; alles wirkte unglaublich trocken und staubig…

… vorbei an einer L.A.-Skyline 😉

– unser Motel lag auf dem Sunset Boulevard, was sowas von direkt in Hollywood ist – direkter gibts nicht mehr 😉 perfekt für drei Film-Freaks 🙂

– mit Hilfe von Steffis Navi fanden wir es auch sofort; wir hatten es ausgewählt, weil es a) in der Parallelstraße zum Walk of Fame lag und b) einen Parkplatz hatte 😉 auf unserer Reise lernten wir immer wieder, wie wichtig nicht nur eine gute Schlafmöglichkeit für uns Menschen, sondern auch für unser Auto ist! bei diesem Motel konnten wir das Auto also direkt vor der Türe stehen lassen und uns dadurch mehr oder weniger sicher sein, dass nix damit in dieser gefährlichen Stadt passiert 😉

– da wir reichlich früh beim Motel ankamen, war unser Zimmer, dessen Reservierung uns die Empfangsdame immerhin bestätigen konnte, natürlich noch nicht bezugsfähig; doch unser Steff-Mobil konnten wir stehen lassen; so watschelten wir ohne Erfrischung drauf los… durch Hollywood, Hollywood, Hollywood…

… aber wo es uns genau hintrieb, wird erst im kommenden Artikel verraten! unser Tag war schließlich noch laaaaaaange nicht vorbei 😉

Kommentare

Ich bin immer noch begeistert wie ihr den Tag ueberlebt habt. Laenger haette der Tag nicht sein koennen und fuer mich wars cool, dass ich mal mein Land besucht habt! 🙂

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