7.06.2013

Rückblick: 30.08.2012 – Mit dem Rad durch San Francisco

– das Autofahren in San Francisco kann doch manchmal sehr stressig sein (und teuer), also fuhren wir heute mit der Bahn in die City; diese nennt sich „BART“ (Bay Area Rapid Transit system) und sieht von Innen ein wenig wie die Bahnen aus, die die Terminals auf Flughäfen miteinander verbinden

– während wir an den Vororten vorbeirasten, war es draußen noch ganz grau und ungemütlich; auch heute war wieder dicker Nebel in San Francisco

– kaum stiegen wir in der Innenstadt aus der Bahn, strahlte uns die Sonne an… so muss das sein 🙂 nur ein wenig kühl war es noch..

– trotz der vielen Hügel ist das Radfahren in San Francisco sehr beliebt; eine klassische Stadtbesichtigung macht man auf dem Fahrrad; DAS wollten wir auch! 🙂 wir freuten uns total, endlich wieder auf dem Sattel zu sitzen, schließlich waren wir schon seit ca. einem Jahr nicht mehr mit dem Fahrrad unterwegs gewesen – und Steffi liebt das Radfahren auch… perfekt also! 🙂

– am gestrigen Abend hatten wir uns einen Fahrradleihdienst via Internet rausgesucht, bei dem wir heute problemlos drei City-Räder mit Stadtplänen und eingezeichnetem Tour-Vorschlag erhielten; heute hieß es also rauf auf den Drahtesel und bergaaaaaaauf *schwitz* und bergaaaaaab *frier*

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– nachdem wir schon eine Weile kräftig in die Pedale getreten hatten, sahen wir von Weitem die City Hall, die uns heute nicht so interessierte; wir bogen daher schon vorher ab…

… schon bei der ersten Sehenswürdigkeit – an der wir dieses Mal auch stoppten 😉 – zogen wir eiligst unsere Pullover aus, denn es wurde zunehmend heißer! und hier machten sich tatsächlich auch schon ein paar Radfahrmuskeln bemerkbar…pfff 😉

– wir standen an einer Mauer, an der viele San Francisco-Sehenswürdigkeiten angemalt waren – ganz hübsch! aber vor allem stieg dadurch bei uns die Vorfreude! denn die Wand zeigte, was wir auf unser Fahrradtour heute noch alles sehen werden 🙂

– nachdem wir wieder auf den Rädern waren, ging das lustige Bergauf- und -abfahren weiter; wir quälten uns im Schneckentempo die steilen Straßen hinauf und rasten wie der Wind wieder bergab 🙂 unsere Fahrradkarte hatte markierte Straßen eingezeichnet, die man mit dem Rad uuuuunbedingt meiden sollte – zu steil… hm, warum hatten wir uns dazu entschieden, gerade HIER Fahrrad zu fahren?! 😉 froh über eine kleine Pause erreichten wir irgendwann den kleinen Alamo Square Park

– auf diesen Park freute ich mich besonders, denn hier sollte eine kleine, hübsche Häuserreihe stehen, die ich von vielen Fotos kannte… doch wo stand sie?? schließlich bestand halb San Francisco aus hübschen Häuserreihen…

– der Park ist sehr klein, besteht eigentlich nur aus einem grünen Hügel, auf dem eine Hundespielwiese ist; viele Hunde trollten hier rum; außerdem gab es eine hübsche Aussicht auf die Innenstadt.. aber wo waren nun endlich meine kleine Häuschen??

– wir kamen ohne Hilfe nicht weiter; also fragten wir einen Postbeamten, der uns auf die andere Parkseite verwies; ahhhh! mit diesem Tipp fanden wir eeeeendlich „meine“ Häuschen 🙂

– diese viktorianischen Holzhäuser aus dem 19. Jahrhundert werden „Seven Sisters“ oder „Painted Ladies“ genannt

– ein wenig tun mir ja die Mieter oder Hausbesitzer leid, die täglich Massen von verrückten Touristen auf ihrem Vorhof ertragen müssen… naja, haben sie sich ja selbst ausgesucht… übrigens beherbergten die Häuser früher Bordelle.. soviel zur schönen Wohnsituation 😉

– die Weiterfahrt mit dem Rad führte uns zum und durch den Golden Gate Park, der von oben wie der Central Park in New York aussieht: eine eckige Grünfläche, die von grauen Häusern umrahmt ist; im Park sahen wir u.a. einen Wasserfall… aber ein bisschen mehr hatten wir vom Park erwartet, schließlich kannten wir aus Australien schon so einige tolle Stadtparks 😉

– wir machten eine kleine Pause…

… und tankten Energie mit einem leeeeckeren, veganen Softeis 🙂 mittlerweile war es zwar nicht mehr so warm – die Wolken verdichteten sich und es regnete sogar ein wenig – aber ein Eis ist nun mal wichtig 🙂

– nachdem das Eis aufgegessen war, haben wir dann doch ein bisschen gefroren… also schnell wieder aufs Rad und warm radeln…

– der Golden Gate Park ist 5 km lang und 800 m breit und damit weltweit einer der größten innerstädtlichen Parks; wir fuhren nicht durch den gesamten Park, sondern gaben uns mit der Hälfte zufrieden; neben Gewächshäusern, Museen und Forschungszentren wurde auch die Natur (Seen, Wasserfälle, Grünflächen) vom Menschen angelegt; das wirkte alles etwas… hm, künstlich 😉

– die Fahrt ging weiter Richtung Golden Gate Bridge, die wir heute ein Stückchen mit dem Fahrrad überqueren wollten; dazu fuhren wir weiter durch die City, wo wir auch ein paar Kirchen sahen – aber keine Ahnung, wie die heißen 😉

– am Rande der Stadt mussten wir nochmal ordentlich in die Pedale treten, um einen großen Hügel zu erklimmen; am Ende schoben wir unsere Drahtesel und ans Frieren von vorhin war überhaupt nicht mehr zu denken… die Mühe hatte sich aber gelohnt, denn von oben hatten wir eine tolle Aussicht aufs Meer

– bei der Golden Gate Bridge war der Nebel wieder sehr stark; im Gegensatz zu gestern versteckte er heute den oberen Brückenteil, was etwas gruselig wirkte

– kurz vor der Brücke stoppten wir nochmal am Fort Point, wo neben einem großen Parkplatz mit Aussichtplattform und einer Information tausende Touris wirbelten…

– dann fuhren wir endlich auf die Brücke… und das war gar nicht so einfach, denn es stüüüüürmte! wir kämpften uns gegen den Wind und setzten endlich den ersten Fuß bzw. das erste Rad auf die Brücke 😉 der Nebel verschwand stückchenweise, je dichter wir kamen 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– ein paar Eindrück von der Brücke:

– der Nebel-verhangende Blick von der Brücke auf die Stadt: graue Häuser verschwinden in den grauen Wolken

– die Ansicht auf die Insel Alcatraz ist von fast allen Standorten San Franciscos möglich – natürlich auch von der Golden Gate Bridge; ich finde es irgendwie seltsam, ständig mit einem Gefängnis konfrontiert zu werden; wenn es noch in Betrieb wäre, wäre es aber definitiv noch merkwürdiger…

– ungefähr bei der Brückenhälfte drehten wir wieder um; oder besser gesagt: der Sturm wehte uns in die andere Richtung… 😉

… nach der wahnsinnig stürmischen Brückenfahrt, fuhren wir ein wenig die Hafenpromenade entlang.. doch die Brücke faszinierte uns immer noch und unser Blick war immer wieder zurück auf die Brücke gerichtet

– damit ihr wisst, wie die Brückre eigentlich aussieht, wenn sie nicht von dickem Nebel umhüllt ist, haben wir das mal für euch nachgestellt 😛

– auch an dieser Stelle konnte ich den Gedanken nicht verdrängen, dass hier die Einwohner San Frans badeten, ihre Freizeit genossen, Spaß hatten und dabei immer auf die Gefängnisinsel Alcatraz schauten.. kommt es nur mir seltsam vor?!

– aber die Fahrt entlang der Strandpromenade war trotzdem toll… die Sonne schien jetzt wieder, die Luft roch nach Meer und man spürte den Sand und die relaxte Atmosphäre… und der Wind war plötzlich weg… einfach toll 🙂

– dann gings wieder weg vom Wasser und rein in die Stadt; wir erreichten das wunderschöne Exploratorium, in dem das Museum Palace of Fine Art untergekommen ist

– das Gelände ist überwältigend; es passt irgendwie so gar nicht in das übrige Stadtbild, wo sich die meisten Häuser klein und weiß eng aneinander reihen; dagegen ist das Exploratorium grooooß, hoch und man wird ganz demütig – hier stand man plötzlich in einer anderen Welt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– wir spazierten zwischen hohen Säulen, Rundbögen, grünen Gewächsen und antik-wirkenden Skulpturen…

… und das Ganze war direkt an einem kleinen See – das war toll 🙂 neben den lauten Touris und den aufgeweckt kreischenden Kindern, hörte man hundert Enten, Möwen und anderes Wassergetier 🙂

– als wir so durch die Bauwerke liefen, fühlten wir uns ein bisschen ins alte Griechenland versetzt…

– aber die immer gegenwärtige USA-Flagge erinnerte uns, wo wir uns wirklich befanden

– das Exploratorium oder Palace of Fine Arts ist neben der fantastischen Golden Gate Bridge ein absoluter Hingucker in San Francisco 🙂

– nach reichlicher Erkundung des Exploratorium-Geländes (übrigens zu Fuß), hatten wir auch fast die Fahrrad-Runde geschafft, die wir uns vorgenommen hatten; der letzte Teil ging nun quer durch die Stadt:

– es war irgendwie merkwürdig, dass kaum Menschen auf den Straßen in den Wohngebieten unterwegs waren… eine ziemlich leere Großstadt, wenn man von den Touri-Gebieten absieht

– ab und zu kam dann aber doch eine Menschenmenge vorbei… immer dann, wenn wir einem Cable Car begegneten:

– die Cable Cars waren nämlich IMMER rappel voll 😉

– wir fuhren nun wieder mehr in die Innenstadt – man merkte schnell, dass aus Wohngegend Bürogegend und die Häuser wieder mächtiger, höher und das Leben auf den Straßen beschäftigter wurde…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– hier sah San Francisco ziemlich typisch nach einer Großstadt aus, keine süßen Häuserreihen, sondern Hochhäuser…

… wenn da nicht die steilen Straßen gewesen wären… teilweise quetschten wir uns durch den Feierabendverkehr und drängelten uns zwischen Autos und Cable Cars über die Straßen… und an manch anderen Stellen war es wieder so ruhig, dass man glaubte, es gäbe hier keine Menschen in der Stadt

– kurz vor der Fahrrad-Rückgabe-Station kamen wir am Union Square an; das ist einerseits ein beliebtes Shopping- und Theater-Viertel und außerdem bekannt für die Kundgebungen, die während des amerikansichen Bürgerkriegs ausgesprochen wurden; um Weihnachten steht hier immer ein Weihnachtsmarkt mit riesigem Weihnachtsbaum; dieser war jetzt im Hochsommer natürlich nicht da 😉

– in der Nähe des Union Square ist die Fahrradleihstation, wo wir unsere Räder abgaben; wir rasten (oder versuchten es zumindest) so schnell wie möglich die Straßen bergauf und bergab, um die Räder rechtzeitig zurückzubringen… und um dann dort festzustellen, dass wir noch eine ganze Weile länger Zeit gehabt hätten, denn wir hatten statt der halbtägigen eine ganztägige Miete der Räder… naja, nun ging es zu Fuß weiter… obwohl die Beine mittlerweile echt schwer waren und die Füße aus Blei bestanden, passierten wir gut gelaunt das Dragon Gate und liefen durch Chinatown:

– es war wieder, als wäre man plötzlich in einer anderen Welt bzw. Stadt… das hier hätte auch eine Straße in Chinatown in Sydney sein können, sie sah nämlich genauso aus 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– das Chinatown in San Francisco ist das erste, das in Amerika entstand – so um 1850; wir bummelten zwischen unzähligen Billigsouvenir-Läden und Restaurants…

… und schienen auf einmal in einem italienischen Viertel zu stehen… hier gab es überall Italia-Restaurants und interessante künstlerische Ecken…

– spontan bogen wir den Weg zum Coit Tower ein; wir mussten viele Treppenstufen nehmen, um auf den Telegraph Hill zu kommen; schaut auch mal auf die schief-parkenden Autos..

– wir stapften die steile Straße bergauf und versuchten, nicht die parkende Autos anzutippen, die vermutlich sonst wie Dominosteine den Berg hinunter plumpsen würden… ja, das sind typische San Francisco-Straßen 🙂

– und hey, die Aussicht war der Waaaahnsinn; schaut mal, wie lang die Straßen sind und wie weit man der Straße mit dem Blick folgen kann:

– der 64m hohe Coit-Tower wurde 1934 erbaut und zwar zu Ehren der Feuerwehrleute! das Geld kam von Lillie Hitchcock Coit, die zum Maskottchen der Feuerwehrleute wurde, nachdem sie als einzige Frau mehrmals bei Bränden, die in der Nähe des Telegraph Hills ausbrachen, half

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– im Inneren ist ein kleiner Souvenir-Laden, der furchtbar zugestellt war; ich trat einen Schritt rein und ging sofort wieder rückwärts raus… furchtbar; dafür gingen wir eine Runde um den Laden herum, denn dort gab es ein Wandbild anzusehen

– der Coit Tower hat auf der Turmspitze eine (gebührenpflichtige) Aussichtsplattform; doch reizte die uns nicht sonderlich, da wir bereits von hier einen suuuuuuper Blick über San Fransisco hatten… obwohl die Stadt ja gerade wieder in tiefen Nebel eingetaucht war; das war echt faszinierend, der Nebel kam und ging, wie er wollte…

– um den Coit Tower herum gab es viel zu entdecken…  😉

– nach einer Weile stiegen wir den Hügel wieder bergab und machten uns auf den Weg Richtung Innenstadt; es war ziemlich verrückt, denn wir liefen eine Straße entlang und als wir in die Nebenstraße schauten, hatten wir plötzlich diesen Ausblick:

– die Transamerica Pyramid (der spitze Turm im Bild ) ist als das höchste Gebäude der Stadt eindeutig der Blickfang der Skyline

– auf dem kommenden Foto ist die Bay Bridge ganz schwach zu sehen (übrigens auch wieder ein Blick von irgendwo aus einer der Straßen):

– das nächste Bild mag ich sehr gerne! seht euch mal den Straßenverlauf an, dem man scheinbar ewig folgen kann; und dazu diese schöne Kurve.. fast wie eine Halfpipe!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– was für ein Gefälle!

– wir liefen durch eine Wohngegend, wo wir wieder kaum Menschen sahen, manchmal liefen wir auch ein Stück rückwärts, um die Beine mal anderweitig zu belasten, hihi

– hier steht Meli auf einer ziemlich verrückten, aber für San Francisco normale Kreuzung: Auf einer Seite geht es bergauf, auf der andern bergab, auf der wieder anderen Seite hat man einen tollen Ausblick auf die Stadt und das Meer und …

… auf der letzten Seite sieht man einen ganzen Straßenwald im Bergauf-Format:

– wir liefen und liefen und plözlich standen wir direkt vor der 260m hohen Transamerica Pyramid; das 1972 fertig gestellte Gebäude beherbergt Verkaufs- und Büroräume; irgendwo las ich, dass dort auch ein Hotel, Fitnesscenter und Restaurants vertreten sind und man somit in diesem Gebäude Leben und Urlaub machen kann, ohne auch nur einen Schritt aus dem Haus gegangen zu sein… leider bin ich mir jetzt aber gar nicht mehr sicher, ob es dieses oder nicht vielleicht ein anderes Gebäude in Amerika war?! ;/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– weitere Wolkenkratzer und Gebäude:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– wir liefen nun mitten durch die Skyline-City

– abends ging es dann mit der Bahn wieder nach Palo Alto zurück, wo wir schnell mit dem Auto durch die Stadt fuhren, um rechtzeitig in einer Sportsbar zu landen.. heute spielte nämlich Steffis Lieblings-Football-Mannschaft… oder was war das für ne Sport-Art?? nach unserer langen Reise gerieten doch so einige Vokabeln durcheinander… in Australien nennt man das Spiel jedenfalls Rugby 😉 da uns ein kleiner Autobahn-Stau aufgehalten hatte, konnten wir noch einen Blick auf diese Kirche erhaschen .. das sieht doch ganz interessant aus, huh?! da frag ich mich gleich, wie es Innen aussieht..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– schließlich schafften wir es doch pünktlich in die Bar, wo wir Burger aßen und das Footballspiel verfolgten – wenn das nicht typisch amerikanisch ist 😀 … leider verlor Steffs Lieblingsmannschaft; wir hatten aber trotzdem einen tollen Abend, der leider auch unser letzter mit Steffi war

– auf dem Rückweg kam Weihnachtsstimmung auf, als wir durch die Straßen liefen, die so stark beleuchtet waren wie wir es nur zur Weihnachtszeit kennen:

– ziemlich kaputt kamen wir in Danis‘ Wohnung an – die Jungs kamen erst spät in der Nacht, da haben wir schon tief und fest geschlafen 🙂

– morgen geht es dann besonders früh raus: Steffi tritt ihre Heimreise an und für uns beginnt ein neuer Abschnitt unserer Reise: mit dem neuen Mietwagen auf nach… hm, das war noch nicht so ganz klar 😉 davon berichten wir dann aber nächstes Mal 🙂

Kommentare

Radfahren war doch toll 🙂

Ein schoener letzter Abend wars auch, auch wenn meine Cougars verloren haben.

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