24.11.2013

Rückblick: 13.09.2012 – Auf gehts nach Neeeeew York

– es war sooo früh, als der Wecker klingelte; draußen war es ganz grau und es sah ungemütlich aus; vom Wetter also perfekt, um diesen Ort zu verlassen und von der Westküste zur Ostküste Nordamerikas zu fliegen; wie schön, dass wir auch „zufällig“ Flugtickets in den Händen hielten 😉

– ich muss sagen, dass mir der Abschied aus Los Angeles nicht sehr schwer fiel, obwohl wir hier eine super Zeit hatten und mir die Magie dieser Stadt gefiel; doch hatte ich das Gefühl, alles, was ich sehen wollte, gesehen zu haben – teilweise sogar zweimal! – und außerdem war ich auch soooo gespannt auf unser neues Ziel: New York! Meli wäre gerne noch etwas länger hier in LA geblieben, denn die Atmosphäre um Stars und Sternchen gefiel ihr gut – aber die Tickets waren ja schon in unseren Händen 😉

– bevor wir heute nun aber in New York landen werden, mussten wir aus unserem Motel in LA auschecken und unseren Cali Nevada wieder abgeben 🙁 Das wurde richtig stressig; die Motel-Rezeption „beschiss“ uns nämlich um $20, was uns natürlich total ärgerte, doch für lange Diskussionen fehlte uns die Zeit; wir wollten nicht zu spät beim Autoverleiher ankommen, denn sonst hätten wir auch dort noch einen Tag extra bezahlen müssen; und da wir den morgendlichen LA-Verkehr nur schwer einschätzen konnten und wir mit den schlimmsten Staus rechneten, mussten wir los; wir nehmen an, dass das Motel diese Abzocke mit vielen Touristen macht. Ist für die ja auch einfach 🙁

– also fuhren wir ein wenig angegrummelt durch das graue LA, wo uns ein letztes Mal noch Ellen auf einem Plakat zuwinkte und die Stimmung wieder hob

– die Fahrt durch LA ging nochmals durch die Stadtteile Hollywood, Hollywood West und Beverly Hills; wir schauten uns die eng nebeneinander stehenden Häuser an und kamen ohne Stau oder sonstige Probleme im Stadtteil Inglewood an, wo der Flughafen LAX, der Autovermieter und praktischerweise auch gleich eine Tankstelle stehen; nach dem Tanken fuhren wir auf das riesige Gelände des Autovermieters und folgten den Pfeilen und anderen Beschilderungen, die uns schließlich zu einem Art Drive-In brachten; dort wurden wir von Angestellten begrüßt; man scannte den Barcode unseres Autos wie Essen an der Supermarkt-Kasse und ließ uns unser Gepäck rausholen; eine Kontrolle, ob am Auto alles ok ist, wurde nicht gemacht, es wurde nur kurz gefragt: „Gabs irgendwelche Probleme?“ wir verneinten und konnten anschließend zur 20 m entfernten Bushaltestelle gehen, wo bereits ein großer Bus auf uns (und zwei, drei andere Passagiere) wartete; der Busfahrer kam gleich angerannt und nahm unser Gepäck entgegen; nachdem er jeden gefragt hatte, ob ein In- oder Auslandsflug anstehe, wusste er bei welchen Terminals er halten musste und schubste die jeweiligen Passagiere dort raus; auch hier half er wieder mit dem Gepäck; ein super Mann war das 🙂

– wir wurden bei Terminal B rausgelassen; hier sollte unser Flug um 8:40 Uhr starten; nachdem wir unser Gepäck abgegeben hatten, hatten wir noch genügend Zeit, um unseren restlichen Proviant wegzufrühstücken und ein wenig zu träumen… von Los Angeles – einer Stadt, von der wir vorher mehr Schlechtes als Gutes gehört hatten und die uns aber unglaublich gut gefallen hat…

… und von New York, einer Stadt, von der wir fast nur Tolles gehört hatten.. na mal sehen 🙂

– unser Flugzeug mit dem süßen Känguru-Logo

– die Wartezeit zoooooooog sich hin; aus uns unbekannten Gründen startete das Flugzeug mit einer Stunde Verspätung 🙁

– nachdem wir fünf Stunden geflogen und wieder um ein paar Filme an Board reicher waren (Meli schaffte ganze 3 Filme hintereinander), waren wir am anderen Ende der USA angekommen; schon krass wie groß das Land ist! wenn man von Deutschland fünf Stunden fliegt, ist man schon in… na jedenweils ein paar Länder weiter 😉 oder man fliegt in New York los und ist dann fast schon in London in dieser Flugzeit…einfach Wahnisnn.

– von der West- zur Ostküste gibt es eine Zeitverschiebung von drei Stunden; also war es schon Abend, als wir in New York ankamen; die Sonne verabschiedete sich grad‘ von dem Tag; wir sahen einen fantastischen Sonnenuntergang, als wir das erste Mal die begehrenswerte Stadt sahen und betraten

– der Weg zum Hostel war ganz einfach, da wir die Bahn-Linie nicht zu wechseln brauchten; doch dauerte es eine ganze Stunde, bis wir dort ankamen; es war ein wenig unheimlich mit unserem ganzen Hab und Gut durch ein paar dunkle Subway-Gänge zu laufen; aber wir schafften auch das 😉 …  und kamen endlich an die New Yorker-Oberfläche, wo wir plötzlich zwischen hoooohen Hochhäusern und zahlreichen bunten und blinkenden Reklameschildern am Columbus Circle standen; hier direkt am Central Park lag unser Hostel, das wir fröhlich, aber auch total ausgehungert und reisemüde betraten

– die Rezeeptions-Tante wirkte ein wenig seltsam auf den ersten Blick auf uns; mit unseren frisch ausgehändigten Chip-Karten ging es in den Fahrstuhl, der uns in eins der höheren Stockwerke brachte; dann schlängelten wir uns durch einen engen und furchtbar lieblos gestalteten Gang, der schon mal ein erster Vorgeschmack auf unser Zimmer war; am Ende des Gangs, im fast letzten Zimmer ließ sich eine Tür mit unserem Schlüssel bzw. Chip-Karte öffnen und offenbarte… eine kleine Abstellkammer!

– das kleine Bett war eine mittlere Katastrophe: es war höchstens für eine Person ausgelegt; ich mag mir gar nicht vorstellen, wie hier zwei dicke Amerikaner Platz finden sollen… und dann quietschte und knarrte es bei jeder Bewegung fürchterlich – als wäre die Matratze aus Plastik! natürlich spürte man auch alle Bett-Federn oder Plastikstangen förmlich in den Rippen 🙁 der wirkliche Lichtblick dieses Zimmers war das Bild, das über dem Fernseher hing; und das muss man erstmal schaffen: die Abbildung einer Regenszene ist DER „Lichtblick“! 😉

– da das Hostel nicht so wirkte, als ob es noch bessere Zimmer zur Vergügung hätte und wir außerdem ein viel größeres Problem, das sich Hunger nannte, hatten, beschlossen wir, das Zimmer Zimmer sein zu lassen und fragten an der Rezeption, wo die Küche des Hostels sei; wir freuten uns waaaahnsinnig auf einen Raum mit Herd und Kühlschränken, um mal wieder „richtig“ kochen zu können; bisher war das während unserer USA-Zeit zu kurz gekommen; entweder wurde der Camping-Gas-Kocher angeschmissen und irgendwas halb erwärmt oder wir gingen günstiges Fast-Food essen.. unsere Hoffnungen, dass hier eine saubere Küche vorhanden sei, verflogen schnell; noch schneller als wir erfuhren, dass die Küche genau aus diesen Gründen derzeit geschlossen sei.. oha, ich möchte nicht wissen, wie die aussieht! dennoch war unsere Enttäuschung groß… genau wie unser Hunger! die Rezeptions-Tante gab uns noch Auskunft über den nächstgelegenden Supermarkt, den wir dann auch sofort aufsuchten; dieser Walgreens-Laden stellte sich als großer Gourmet-Vegan-Shop heraus; hier fanden wir auch Joghurt aus Australien.. mit süß hopsenden Wallabys drauf 🙂

– unsere Ausbeute sah wie folgt aus: Wir versuchten uns an veganem Billig-Käse (bäh! schmeckt wie Mehl!), Frischkäse und Joghurt (allerdings nicht die Wallaby-Variante) und natürlich war auch die Überlebens-Cola mit dabei 😉 ein wenig Zucker muss schon sein..

– so bestand unser Abendmahl leider nicht grad aus einem schönen zusammengekochten Essen; aber wir wurden satt…

– als wir das Licht ausmachten und uns schlafen legten, gab es noch eine Überraschung: Als wir uns im Schlaf bewegten, sprang der Bewegungsmelder der Lampen an und das ganze Zimmer war hell erleuchtet; wir warteten einen Augenblick… ganze 12 Minuten… bis das Licht wieder ausging, doch bei der nächsten super-kleinsten Bewegung sprang es wieder an… grrr… wie soll man denn da schlafen?! also spielten wir MacGyver und überklebten den Bewegungsmelder mit einem Pflaster; bis wir auf diese Idee kamen, brauchten wir natürlich eine Weile 😉 doch dann war endlich Ruhe bzw. Dunkelheit! jetzt störte nur noch das Knarren, Quietschen und die Federn in den Rippen.. da werden wir sicherlich eine ausgeruhte Nacht bekommen… *hüstel*

– na dann: Gute Nacht und bis morgen… wo wir unseren ersten New York-Erlebnis-Erkundungs-Faulheits-Ellen-Tag haben werden 😉

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