6.07.2014

Rückblick: 18./19.9.2012 – Letzter Tag in New York und ein Besuch bei Madame Tussauds

– das Wetter hatte sich geändert; der Regen in Grau symbolisierte gut unseren Abschiedsschmerz; heute war unser letzter Tag in New York, in Amerika und insgesamt auf unserer einjährigen Weltreise … so war es nicht verwunderlich, dass wir mit einem seltsamen Gefühl aufwachten …

– wir hatten nicht gut geschlafen; das hatte weniger mit unserer Abreise, sondern mehr mit dem Wetter zu tun; es regnete viel, was sich lautstark auf dem Belüftungskasten, der vor dem Fenster hängt, äußerte; bumm bumm bumm … alle paar Sekunden, mal lauter, mal leiser! mitten in der Nacht wachte ich von diesem Geräusch auf und dachte im verwirrten und verschlafenen Zustand, dass jemand in unser Zimmer kommen will; ich brauchte ein paar Sekunden, um festzustellen, dass das metallische bumm-bumm-Geräusch von der entgegengesetzten Richtung kam … ich verstehe nicht, warum es diese Kästen überhaupt gibt?! ich meine, die Fenster sind dadurch nicht richtig dicht, so dass die New Yorker im Winter bestimmt super stark frieren, und dann noch diese Geräusche bei ein „bisschen“ Regen … naja … es war unser letzter Morgen in diesem Hostel und so frühstückten und duschten wir, um dann pünktlich aus dem Hostel auszuchecken

– da unser Flieger erst am Abend starten wollte, hatten wir noch den gaaaaanzen Tag für uns 🙂 wir konnten unsere Rucksäcke im Hostel lassen und liefen in Richtung Times Square, wo wir noch die letzten Postkarten einwarfen …

– es ist ein seltsames Gefühl, den letzten Tag seiner Reise zu begehen; ich meine, wir waren jetzt sooo lange unterwegs, ständig spürten wir das Adrenalin in unseren Adern, fast jeder Tag versetzte uns in Aufregung, wir spürten und erlebten alles so intensiv wie nie zuvor … all das wird sich wahrscheinlich wieder ändern, wenn wir zurück in Deutschland sind; manchmal haben wir uns diesen Moment herbeigesehnt, einen ereignislosen Tag auf der Wohnzimmercouch zu verbringen und zu wissen, dass heute nichts Aufregendes passieren wird … aber genau das machte uns auch ein bisschen Angst; jetzt im Nachhinein ist das Gefühl recht gut zu beschreiben, aber heute hier an unserem letzten Tag in New York hatten wir keine Worte dafür, da fühlte sich alles nur irgendwie merkwürdig an.

– wir suchten nochmal eine Post auf, was sich irgendwie als schwieriger als gedacht herausstellte; Steffis Navi hatten wir gestern nicht wegschicken können, weil keine  passende Verpackung zu finden war; das war auch hier nicht einfach, aber schließlich fanden wir alles und konnten Steffi mit einem lieben Dank ihr Navi zurückschicken 🙂

– dann ging es wieder raus in den Regen; dass es regnete, störte uns heute gar nicht so sehr, da wir eh beschlossen hatten, dem New Yorker Madame Tussauds einen Besuch abzustatten, dafür hatten wir nämlich noch Freikarten 🙂 am Eingang begrüßte uns Whoopi Goldberg 🙂

– im Vergleich zu anderen Madame Tussauds-Ausstellungen gibt es in New York größere Räume, sodass man die Figuren sowohl aus der Nähe als auch aus der Ferne ansehen konnte … das gefiel mir sehr gut

– Jodie Foster:

– die verrückte Osbourne-Familie 😉

– George Clooney hatte irgendwie eine Riiiiiesen-Hand:

– und Harrison Ford war größer als gedacht:

– Robin Williams – charmant und schelmisch wie gewohnt 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– Johnny Depp ist natürlich auch wieder dabei:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

… wie auch Brad Pitt und Angelina Jolie …

– und jetzt kommts Dicke!! erkennt ihr, wer das sein soll??

– die Puppe im Hintergrund soll John Travolta und die vordere Meryl Streep sein! die beiden sahen sooo lächerlich aus! man erkannte den ein oder anderen Gesichtszug, aber ansonsten sahen die Puppen aus, als hätte ich sie gemacht … oder Meli 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

… und Julia Roberts erkannte man auch gar nicht!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– es war echt schade, aber die Figuren waren alle alt, daher sind die Schauspieler so jung dargestellt; aber man erkannte auch keine Gesten, wie man es aus den anderen Madame Tussauds gewohnt war; das Alter der Puppen konnte man auch ganz deutlich sehen; viele Besucher scheinen die Figuren zu berühren, wodurch sich die Farbe und Kleidung etc. veränderte; beim Einlass wurde uns übrigens gesagt, dass wir die Puppen bitte nur nicht an den Haaren anfassen sollen … kein Wunder also, dass sie so aussehen! soweit ich weiß, darf man in den anderen Museen keiner der Puppen zu nahe kommen; und anscheinend werden die lädierten Stellen an den Figuren auch nicht erneuert, wodurch der Eintrittspreis unverschämt hoch erscheint

– naja, aber es gab auch was zum Lachen … über Albert Einsteins Halbglatze, die so richtig hell strahlte, habe ich mich köstlich amüsiert 😀

– nachdem wir in Sydney im Madame Tussauds waren, lernte ich, dass in jedem Museum eine Puppe von der Künstlerin steht; hier die Variante, die in New York zu finden ist:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– nicht nur die Schauspieler sahen mehr oder weniger katastrophal aus, auch Politiker wie John F. Kennedy und seine Frau Jackie

… oder der gute George W. Bush

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– Meli erkannt auch Alicia Keys nicht sofort … obwohl sie auf diesem Foto recht gut getroffen ist:

– Meli bei/im Musical König der Löwen:

– Meli und Janis Joplin:

– der junge Elton John:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– die jüngere Tina Turner:

… und ebenfalls die jungen Spice Girls:

– Paris Hilton:

– Meli stellte sich neben den größten (Basketballer) und kleinsten (Jockey) Sportler … gutes Mittelmaß würde ich mal sagen 😉

– nach dem Besuch nahmen wir nochmal eine kräftige Nase vom New Yorker Flair auf …

… holten unsere Rücksäcke wieder aus dem Hostel ab …

… begaben uns in die Verwirrungen der U-Bahn …

… entspannten während der 1/2-stündigen Fahrt zum Flughafen …

… naja, wir waren vielleicht auch mehr kaputt als entspannt 😉 und dann warteten wir schließlich eine ganze Weile, bis wir eeeeendlich im Flieger saßen; doch dann wurde das Wetter noch schlimmer; der Regen prasselte richtig stark auf die Erde nieder; dazu kam ein guter Sturm, der den Flughafen lahm legte … bzw. die Flüge hinauszögerte; unser Flug war noch recht pünktlich, während andere Leute schon vor über 3 Stunden hätten abfliegen sollen; manche Flieger fielen aus, sodass die Leute in anderen Fliegern, wo noch Platz war, untergebracht wurden; das sorgte natürlich ordentlich für Verwirrung in den Flughafengängen

– doch das war noch nicht alles! nachdem sich das Wetter etwas beruhigt hatte und wir endlich im Flugzeug saßen, erhielten wir keine Starterlaubnis; wir waren kurz losgerollt und dann blieb das Flugzeug stehen … und da standen wir nun; es dauerte eine Weile, dann meldete sich der Kapitän; wir verstanden kein Wort, nur irgendwas, das wie „Mr. President“ klang … es war uns auch irgendwie egal, warum wir nicht losflogen, wir waren die Ruhe selbst, denn ob wir jetzt unseren Anschlussflug in London bekommen würden oder nicht, war total egal, denn wir waren auf dem Weg zu unserem letzten Ziel; und ob wir da nun heute oder morgen ankämen, mit 5 oder 10 Stunden Verspätung, war nicht wichtig; wichtig war nur, dass wir irgendwie irgendwann ankommen würden und das war ja möglich 😉

– irgendwann meldete sich der Co-Pilot, der das Genuschel des Kapitäns übersetzte (das tat er dann auch die ganze Zeit während des Fluges, weil man den Kapitän NIE verstand, also, so überhaupt nicht! jetzt erfuhren wir, warum wir seit einer Stunde am Rand der Rollbahn rumstanden: Präsident Obama war heute in New York und wollte zeitgleich mit uns und all den anderen fliegen – schon krass, dass der ganze New Yorker JFK Airport gesperrt wird, weil EIN (wichtiger) Mann abfliegt … unser Co-Pilot meldete sich dann irgendwann und verkündete stolz, dass wir nur noch die nächste halbe Stunde warten müssten, denn wir hätten die fantastische Startnummer 5(!) bekommen und müssten deshalb nicht mehr lange rumstehen, yeah 🙂 es dauerte insgesamt 2 Stunden, bis der Flughafenverkehr wieder zu rollen bzw. zu fliegen begann; zwischendrin informierte uns übrigens der Pilot, dass Obamas Maschine, die Air Force One neben uns auf der Rollbahn fuhr … alle guckten aufgeregt durch die kleinen Fenster, wir haben aber nix gesehen; war vielleicht auch nur ein Scherz vom Kapitän 😉

– nachdem das ganze vorbei war, saßen wir schon über 2 Stunden im Flugzeug und warteten … und das alles leider auch ohne unser geliebtes Entertainment-Programm, das irgendwie defekt war … ein bisschen Entertainment hatten wir dann aber, als der Portugiese, der neben Meli saß, ein bisschen in Panik geriet; Meli schilderte das etwa so: „der Mann sah aus dem Fenster, es regnete draußen stark und der Regen prasselte gegen die kleine Fensterscheibe; dann sah er auf seinen Schoß; da war Wasser! er schaute nach oben und sah, wie durch die Flugzeugdecke Wasser tropfte … direkt auf seinen Schoß: ich folgte seinem Blick, sah die Schweißperlen auf seiner Stirn und spürte förmlich, wie die Angst in ihm ausbrach; er schaute auf das Fenster, wieder nach oben, wo es tropfte, und wieder auf seinen Schoß; mit wirklich riesigen Augen schaute er dann mich an; für einen kurzen Moment ließ ich mich anstecken von der Angst, glücklicherweise fiel mir aber dann sofort eine logische Erklärung ein, die wir Dank langer Australien-Erfahrung mit Klimaanlagen gemacht hatten: „das kommt bestimmt von der Klimaanlage; weil wir hier rumstehen und die Anlage nicht richtig angestellt ist, aber schon in Betrieb war, tropft das Kondenswasser heraus …“ super, dachte ich, das klingt logisch, und man sah, wie dem Mann ein Stein vom Herzen fiel; aber den einen Nachsatz konnte ich mir dann doch nicht verkneifen: „wir sollten aber zur Sicherheit nochmal beim Personal nachfragen“ und dann reichte ich ihm meine Decke, damit er sie sich auf den Schoß legen konnte, damit er nicht noch nasser wurde; es dauerte nicht lange und wir konnten starten; alles war in Ordnung, es war nur die Klimaanlage, der arme Mann aus Portugal hatte aber dennoch keinen ruhigen Flug, die Aufregung über „was ist, wenn es doch irgendein defekt ist“ war zu groß; nach dem Start funktionierte das Entertainmentprogramm wieder und wir konnten Musik hören und Filme gucken …“

– so verließen wir New York mit viel Verspätung, was wir nicht alles aufholen konnten; der eigentliche Flug verlief aber zum Glück ohne Probleme; wir landeten in London, wo wir so schnell wie möglich das Gate wechselten, um unseren Anschlussflug nach Frankfurt/Main zu erwischen … wir hetzten die langen Flughafengänge entlang und erreichten die erste Kontroll-Station; hier sahen wir deutlich, wer aus Amerika kam und wer aus Europa: die Amis hatten bereits alle brav ihre Schuhe ausgezogen und ALLES abgelegt, wo man iiirgendwie iiirgendwas verstecken könnte; die Europäer sahen aus wie immer, angezogen mit Schuhen 😉 wir amüsierten uns noch kurz über den britischen Akzent und kamen recht schnell durch die Kontrolle, schließlich hatten wir einen Sonderstatus für Schnell-Noch-Den-Flieger-Bekommen-Gäste; wir erreichten das neue Abfluggate in der allerletzten Sekunde; da stand niemand mehr außer einer wartenden Stewardess … puh, Glück gehabt

– wie wir befürchtet hatten, erreichte aber unser Gepäck Frankfurt leider nicht 🙁 wie sollten die unsere mittlerweile DOPPELT so schweren Backpacker-Rucksäcke auch so schnell von einem Flugzeug in das nächste stecken?! immerhin gab es einen Grund für das fehlende Gepäck, nicht, wie in LA, wo man feststellte, dass mein Rucksack in Sydney vergessen wurde, hihi …

– der letzte Flug von London nach Frankfurt in einer kleinen Maschine war wieder wesentlich holpriger und unangenehmer als die Langstreckenflüge in den großen Flugzugen; der Flug machte keinen Spaß und wir waren von dem Tag schon so ausgelaugt … als wir in Frankfurt ankamen, war es mittlerweile der 19.9. und ca. 14:30 Uhr, somit waren wir schon eine ganze Weile auf den Beinen … auf dem folgenden Bild fahren wir im Frankfurter Flughafenbus vom Flugzeug zum Gate:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– da sind wir nun plötzlich wieder in Deutschland; die Schilder hier überall am Flughafen waren merkwürdig – die deutschen Wörter fremd; nachdem wir an den Gates ankamen, wurden wir von den Zoll-Leuten begrüßt; Meli sprach ganz automatisch englisch mit der Zollfrau, die ihren Pass kontrollierte und dann starrte Meli sie plötzlich ziemlich verwirrt an; nein, es gab keinen Zwischenfall, nur die Frau sagte auf einmal „na, willkommen zurück in Deutschland“ und zwar auf DEUTSCH; das hatte Meli so verwirrt, dass sie kurz stockte, erstarrte, die Frau anguckte und nichts zu sagen wusste außer „Hallo …“ hihi; ziemlich blöd, aber total verständlich, schließlich war der ganze Zoll- und Pass-Kontrollen-Prozess zu unserem Alltag geworden; hier entlang, das wird kontrolliert, ausziehen, auspacken, Antworten geben … und immer war es auf Englisch; jetzt hieß man uns auf Deutsch Willkommen und das klang ziemlich komisch …

– um uns etwas aufzufrischen, huschten wir nun schnell ins „Flughafen-Bad“; wir beeilten uns nicht, da wir es von den anderen Flügen kannten, dass man Zeit hatte, bis die Gepäckstücke auf dem Band zu einem kommen; doch als wir dann bei der Gepäckauslieferung ankamen, waren alle anderen Passagiere schon weg und keine Koffer mehr da; das war schon etwas verwirrend, wenn da plötzlich nichts und niemand mehr in einer riesigen sterilen Halle ist und man eigentlich wilden Trubel erwartet … 10 Minuten, nachdem man gelandet ist. wir mussten uns ein wenig herumfragen, bis sich herausstellte, dass unsere Reiserucksäcke in London geblieben sind; die Zeit, die wir zum Umsteigen hatten, hatte nicht für das Gepäck gereicht; man versicherte uns aber, dass sie mit dem nächsten Flugzeug, das ein paar Stunden später landen sollte, kommen werden; so hatten wir jetzt endlich Zeit, uns um unsere Freunde zu kümmern, die uns am Flugzeug abholten und die wir soooo lange nicht mehr gesehen hatten

– unser Begrüßungs-Trupp wartete schon; hm, alle sahen so anders aus; ich weiß nicht, wie stark uns die Verwirrung ins Gesicht geschrieben war, aber wir waren sichtlich verwirrt; plötzlich war es wie „nach Hause kommen“; da wir lange in Frankfurt gewohnt hatten, war uns alles so vertraut; es roch typisch nach Frankfurt, es klang wie Frankfurt – und doch war es gleichzeitig fremd und anders für uns …

– unsere Reise ging zu Ende, aber irgendwie auch noch nicht; denn Deutschland ist uns etwas fremd geworden und plötzlich sieht man das typisch Deutsche, das „Andere“ viel stärker – das ist verrückt … und genau davon werden wir euch das nächste Mal berichten 🙂

Liebe Grüße 🙂

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